Energiewende wie in Schilda

Ein größerer Blödsinn ist nicht mehr passiert, seitdem die Bürger von Schilda das Licht in Eimern in ihr Rathaus schleppten, bei dessen Bau sie nicht an Fenster gedacht hatten. Ein Verbund von 28 Stadtwerken fährt den Betrieb seiner modernen Kohle- und Gaskraftwerke herunter oder will sie sogar stilllegen und sich statt dessen an der Flatterstromerzeugung in Wind- und Photovoltaikanlagen beteiligen.

Es handelt sich um ein modernes Gaskraftwerk in Hamm und um ein neues Kohlekraftwerk in Lünen (beide Städte in Nordrhein-Westfalen), die den Eigentümern Probleme aufgrund der Energiewende bereiten. Die Kraftwerke gehören einem Verbund von Stadtwerken, Trianel genannt. Dessen Chef Sven Becker erklärte nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 30. Juni 2015: „Neue konventionelle Kraftwerke zu bauen, lohnt sich schlicht nicht mehr.“ Statt dessen wollen sich 34 Städte mit rund 140 Millionen Euro an weiteren Flatterstromprojekten beteiligen. Niemand hält diese Steuergeldverschwendung auf. Durch die von den Kunden zu zahlenden Subventionen der angeblich erneuerbaren Energien entsteht ein jährlicher Wertschöpfungsverlust von 20 Milliarden Euro. „Insgesamt werden wir daraus schätzungsweise 500 Milliarden Euro Energiemehrkosten haben“, rechnet Siemens-Chef Joe Kaeser vor.

Auf die Investitionslücken im Kraftwerksbereich haben wir hier schon frühzeitig hingewiesen. Was passiert, wenn der Kraftwerkspark veraltet, ist gerade in Südafrika zu beobachten. Das Land hat immer noch einen industriellen Kern, der aber rasant verfällt. Ein Grund sind die regelmäßigen Stromabschaltungen, weil die bestehenden Kraftwerke ein Durchschnittsalter von 34 Jahren haben und immer häufiger wegen Reparaturen und Wartungen abgeschaltet werden müssen. Ein Drittel der Kapazität steht deshalb regelmäßig still. Neubauten hat es in den letzten Jahren nicht mehr gegeben.

Das droht bei einer Fortsetzung der Energiewende in Deutschland auch. Es wird zu stundenlangen Stromabschaltungen in Stadtteilen kommen, die jeweils vom örtlichen Energieversorger bekannt gegeben werden. Die Deutschen sollten sich schon merken, mit welchem schön klingenden Begriff sie dann konfrontiert werden: „Loadshedding“ heißt die stundenweise Verteilung des Stroms.

Die Bundesregierung wird dann Berliner Sart-Ups fördern, die Handy-Apps entwickeln, die die Kunden rechtzeitig vor der nächsten Stromabschaltung warnen und Alternativen aufzeigen, wo in der Nähe noch eine Steckdose funktioniert. Und in den Hinterhöfen des Berliner Bezirks Prenzlauer Berg werden die Dieselgeneratoren rattern, damit die Kreativen nach der App-Entwicklung beim Italiener noch ihre Nudeln und einen „Latte“ bekommen.

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