Lügenpresse stellt CDU-Zahlen auf den Kopf

„In der Flüchtlingskrise gewinnt Merkels Partei fast so viele Neumitglieder wie ihr alte den Rücken kehren“, stellt der Berliner Tagesspiegel am 22. Oktober 2015 zufrieden fest und stützt sich dabei auf Zahlen des Konrad-Adenauer-Hauses. Danach haben im September 2015 1.525 CDU-Mitglieder die Partei verlassen (669 mehr als im August), zugleich seien 1.135 Bürger in die Partei eingetreten. Das seien 529 mehr als im August und „ein recht hoher Wert“, freut sich der Tagesspiegel, ohne das Erfreuliche näher zu begründen. Damit die Bilanz nicht ganz so schlimm wird, wurden Todesfälle „redlicherweise“ herausgerechnet. Warum eigentlich? Verluste durch Todesfälle müssen durch Neuaquisitionen ausgeglichen werden, das ist in jedem Schützenverein so.

Die Zahlendrehereien kann sich Tagesspiegel-Autor Robert Birnbaum sparen. Interessant ist nur die CDU-Angabe, dass die Partei jetzt noch 449.735 Mitglieder hat. Im Vergleich zu Ende 2012 (476.347) sind das 26.612 weniger. Wenn Merkel und ihre Partei so gut sei sollten, wie sie in den Qualitätsmedien dargestellt werden, müssten sie doch Mitglieder gewinnen.

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