Systempresse beißt um sich

Jan-Eric Peters zählt sich zu den wichtigen Journalisten des Landes. Der Chefredakteur der siechen Zeitung DIE WELT und des Senders N24 (guckt niemand) funktioniert in jeder Hinsicht perfekt: Mit Dobrindt-Brille und maßgeschneidertem Anzug, makelloser Frisur und blank gewienerten Schuhen hat er sich den System-Repräsentanten völlig angeglichen und fühlt sich auch als System-Journalist. Mit seinem Opportunismus erinnert er an Karl-Eduard von Schnitzler oder an braune Größen von früher. Solche Leute hätten am 7. Mai 1945 am Abend den braunen Anzug gebügelt in den Schrank gehängt (man weiß ja nie) und hätten sich tags drauf den Amerikanern als lupenreine Demokraten aus dem Widerstand gegen die Diktatur empfohlen. Es hätte geklappt, denn jedes System schätzt solche Typen. Sie funktionieren wie die einstigen Blockwarte, die heute besser Blogwarte genannt werden sollten. Rückgrat haben sie nicht, brauchen sie auch nicht. Zu ihrer Entschuldigung ließe sich höchstens einwenden, dass sie den Nationalsozialismus nie begriffen, den Kommunismus nie verstanden und Geschwätzigkeit als Demokratie angesehen haben.

Matthias Matussek ist Autor der WELT. Er postete bei facebook nach den Anschlägen von Paris: „Ich schätze mal, der Terror von Paris wird auch unsere Debatten über offene Grenzen und eine Viertelmillion unregistrierter junger islamischer Männer im Lande in eine ganz neue frische Richtung drehen…“ Es folgt ein Smiley.

Peters schäumte und stellte bei facebook klar: „Die zivilisierte Welt hat gerade andere Probleme als ein durchgeknalltes Posting.“ Abgesehen von der Frage, woher Peters den Anspruch nimmt, sich zur zivilisierten Welt zu zählen, stellt sich noch eine Frage: Warum sollte dieses Posting von Matussek „durchgeknallt“ sein? Andersdenkende als durchgeknallt oder verrückt zu bezeichnen war allerdings der Stil der Medien in braunen und roten Zeiten. Daher rührte auch die russische Art, Systemkritiker in die geschlossene Psychiatrie zu überweisen. Denn wer gegen den Kommunismus ist, kann schließlich nicht normal sein.

Peters kann aber noch mehr: „Ich distanziere mich im Namen der ,Welt‘, die für andere Werte steht, für Freiheit und Menschlichkeit.“ Welche Hybris. Übersetzt heißt das: Wer nach den Anschlägen von Paris eine Änderung der deutschen innenpolitischen Debatte erwartet, steht gegen Freiheit und Menschlichkeit. Was müssen System und Lügenpresse eine Angst haben, dass die wahre Lage auf den Tisch kommt.

Wir distanzieren uns ganz schnell von Peters und der „WELT“, die nur für Dummheit stehen und sonst nichts.

Nachtrag: In einer Redaktionskonferenz der WELT soll Matussek Peters vor versammelter Mannschaft als „durchgeknalltes A…“ bezeichnet haben. Wenn uns auch der Begriff“A…“ nicht gefällt, so zeigt der Mann Haltung, wo andere eingeknickt und um Wiederaufnahme in die Zivilgesellschaft gewinselt hätten. Wir ziehen den Hut vor dem Mut dieses Gerechten, von denen es nur wenige in der Stadt gibt (die verbale Entgleisung dürfte der emotional hoch gespannten Situation geschuldet sein). Mattussek verlässt den Springer-Verlag als freier Mann. Die Knechte bleiben in der Kochstraße.

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