Lügenpresse muss Rückzug antreten

Wieder gibt es erfreuliche Nachrichten von der Lügenpresse. Die zur Funke-Mediengruppe (Essen) gehörende Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) muss ihren Lokalteil in Lünen, einer Ruhrgebietsstadt nördlich von Dortmund, aufgeben. Die Leute wollen die Zeitung nicht mehr lesen bzw. verstehen sie nicht mehr (Grund: NRW-Abitur). Außerdem spricht ein immer größer werdender Teil der Einwohnerschaft kein deutsch, was von den Zeitungen der Funke-Gruppe stets als Beleg für Vielfalt und Toleranz bejubelt worden ist. Dass jemand, der der deutschen Sprache nicht mächtig ist, auch keine deutsche Zeitung lesen kann, haben die Qualitätsjournalisten nicht begriffen. Dafür muss man etwas mehr gelernt haben als NRW-Abitur. Damit setzt sich aber die erfreuliche Abwärtsentwicklung der Lügenpresse, die in ganz Deutschland zu beobachten ist, fort.

In Lünen bleiben jetzt nur noch die Ruhr Nachrichten (RN), die Nachfolgezeitung der vor der NS-Zeit in Dortmund herausgegebenen Zentrumszeitung „Tremonia“. Die RN haben aber nichts mehr mit ihren katholischen und bürgerlichen Wurzeln zu tun, sondern sind integraler Bestandteil der Lügenpresse. Auch die RN haben Schwierigkeiten. Es besteht Hoffnung, dass Lünen eines Tages Lügenpresse-frei sein wird.

In Rostock entlässt die Ostsee-Zeitung etwa 20 RedakteurInnen. Die können sich beim Miteigentümer der Madsack-Gruppe, der Deutschen Druck- und Verlagsgesellschaft (DDVG), für dieses nur an Erhöhung der Rendite ausgerichtete Verhalten bedanken. Eigentümer der DDVG ist übrigens die Sozialdemokratische Partei Deutschlands.

Auch bei der Regensburger Mittelbayerischen Zeitung werden 20 Leute aus dem Druckzentrum entlassen und durch billigere Arbeitskräfte ersetzt, damit der Verleger auf die gewohnten Renditen kommt. Statt sich mit den Druckern solidarisch zu zeigen, mussten die Qualitätsjournalisten einen offenen Brief an gegen die Entlassungen protestierenden Lokalpolitiker unterzeichnen und ihren ach so sozial eingestellten Verleger rühmen. Peinlicher geht es kaum noch.

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