Lügenpresse reloaded: Der Skandal von Köln

Wenn deutsche Qualitätsmedien unangenehme Nachrichten aus dem Migrantenstadl unterdrücken wollen, aber dann erwischt werden, heißt es, man habe erst einmal ausgiebiger recherchieren wollen. Ein Qualitätsschreiber, der auf der Zeitgeistwelle ganz oben auf dem Kamm mitsurft und immer bunt, vielfältig und tolerant, aber nie kritisch ist, heißt Lorenz Maroldt, ist eigentlich Chefredakteur beim dahinsiechenden Lügenblatt Tagesspiegel und gibt einen Mail-Dienst heraus, bei dessen Lektüre einem wenigstens nicht sofort speiübel wird wie bei seiner Zeitung. Maroldt fasst die Sprachregelung zusammen, für die die Lügenpresse rund vier Tage brauchte, um zu verdauen, dass die ach so geliebten Ausländer massenhaft über die ach so wehrlosen Frauen hergefallen sind: „Von ,weitgehend friedlichen Feiern‘ hatte die Kölner Polizei nach der Silvesternacht berichtet – erst Tage später stellte sich heraus, dass es ganz anders war: Am Dom wurden aus einer großen Gruppe von Männern heraus Frauen massiv sexuell belästigt und beklaut. Weil nahezu alle großen Zeitungen und Sender zunächst einmal recherchieren wollten statt meinen und nur knappste Meldungen brachten, kam schnell der falsche Vorwurf auf, hier würden aus politischen Gründen Nachrichten unterdrückt.“

Fakt bleibt jedoch, dass die Kölner DuMont-Lügenpresse schon am 2. Januar 2016 nicht umhin kam, im Lokalteil von den bis dahin vorliegenden rund 30 Strafanzeigen zu berichten, was aber nicht zu weiteren Berichten führte. Dabei schreibt Lügenpresse doch in allen anderen Fällen ständig voneinander ab, so dass Falschmeldungen, wenn sie ins Konzept passen, blitzschnell bundesweit Verbreitung finden (krasses Beispiel war die gefälschte Nachricht über eine Fluggesellschaft, die angeblich kostenlos Flüchtlinge von Griechenland nach Deutschland bringen wollte).

Noch am Abend des 4. Januar 2016, also fast vier Tage nach den Übergriffen von Köln, lehnte es das ZDF ab, etwas darüber in den heute-Nachrichten zu bringen. Ausgerechnet der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes, Frank Überall, verteidigte die Unterdrückung von Nachrichten: „Journalisten müssen informieren, aber nicht spekulieren.“ Nur spärlich seien Informationen über gewalttätige Ausschreitungen gegenüber Frauen am Kölner Hauptbahnhof und auf der Hamburger Reeperbahn durchgesickert. Dass es sich bei den Tätern um Bewohner von Flüchtlingsheimen mit nordafrikanischer Herkunft handeln solle, sei bis jetzt nicht polizeilich bestätigt. „Eine nicht durch solide Recherchen gedeckte Verdachtsberichterstattung ist nicht nur unvereinbar mit den Prinzipien des professionellen Journalismus, sondern auch innenpolitisch brandgefährlich“, so Überall.

Aha, Informationen sind also nur spärlich durchgesickert. Von wem sickern die denn durch, Herr Überall? Vom Bundespresseamt? Wie wäre es denn, wenn einer der hochbezahlten Lügenredakteure zum Telefonhörer gegriffen und in Köln bei Staatsanwaltschaft und Polizei nähere Auskünfte eingeholt hätte? Das nannte man seinerzeit recherchieren. Heute wird auf die Zusammenfassung der staatsnahen Nachrichtenagentur adn dpa gewartet, die für deutsche Qualitätsjournalisten den Rang einer Primärquelle hat. Vielleicht hätte das mit der Demokratieabgabe gestärkte Fernsehen (WDR sitzt sogar in Köln) Mitarbeiter losschicken und bei Ermittlern nachfragen lassen sollen. Vielleicht hätten die Journalisten mit Opfern sprechen sollen. Das haben sie alles nicht getan, weil sie genau wussten, was das Ergebnis der Recherchen geworden wäre: Horden von gewalttätigen Ausländern sind über Frauen hergefallen. Das ist in Köln und anderswo passiert, nicht mehr und nicht weniger. Man kann anderseits sicher sein, dass die gesamte Lügenpresse einen Kreuzzug unternommen hätte, wenn in Hindelang im Allgäu ein Haus gebrannt hätte, in dem eventuell Flüchtlinge hätten untergebracht werden sollen. Sie hätten Sondersendungen gebracht.

Einmal erwischt, strampelte das ZDF hilflos herum und ruderte zurück: „Die Nachrichtenlage war klar genug. Es war ein Versäumnis, dass die 19-Uhr-‚heute‘ die Vorfälle nicht wenigstens gemeldet hat“, erklärte der stellvertretende ZDF-Chefredakteur Elmar Theveßen auf Facebook (Anm.: Es geht um den 4.1.2016). „Die ‚heute‘-Redaktion entschied sich jedoch, den geplanten Beitrag auf den heutigen Tag des Krisentreffens (Anm.: 5.1.16) zu verschieben, um Zeit für ergänzende Interviews zu gewinnen. Dies war jedoch eine klare Fehleinschätzung.“

Es war natürlich keine Fehleinschätzung, sondern gezielte Manipulation durch die Lügenpresse. Dass im Mainzer Sender nur das ausgestrahlt wird, was der Redaktion ins Lügenkonzept passt, hat Klaus Kleber (heute-journal) schon bei anderer Gelegenheit bestätigt: „Wir berichten, wie wir es in unserer Redaktion für richtig halten“.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Alle gegen rechts, Alle sind Ausländer, Qualitätsjournalismus abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s