Lügenpresse reloaded: Der Fall Leipzig

Nachdem besoffene Fußballfans und andere irrlichternde Gestalten im besonders fortschrittlichen Leipziger Stadtteil Connewitz (wo nur gute Menschen wohnen) randaliert hatten, war Lügenpresse plötzlich ganz schnell: Hatte es nach den massenhaften Sexualstraftaten in der Silvesternacht in Köln vier Tage bis zu den ersten ausführlichen Berichten gedauert, die bei der staatsnahen Monopolagentur adn dpa noch weit bis in den Januar hinein unter der Rubrik „Vermischtes“ versendet wurden, so sendete adn dpa schon am selben Abend (11. Januar 2016) einen ausführlichen Korrespondentenbericht von Qualitätsjournalistin Birgit Zimmermann: „Das Entsetzen ist groß“.

Zu Wort kommt Dönerbuden-Besitzer Hossam Gawish. Die Fensterscheiben seines Ladens waren von den Idioten zerstört worden. „Auch im Westen der Stadt, in Plagwitz, wo viele junge Familien und Studenten wohnen, randalierten Hooligans“, entsetzt sich adn dpa, die nach den jüngsten Krawallen von Linksautonomen in Leipzig eine so mitfühlende Berichterstattung vermissen ließ.

Das ist typisch Lügenpresse: Nach den Krawallen von Linksextremisten in Leipzig am 12. Dezember 2015 – genau vier Wochen her – fehlten entsprechend einfühlsame Berichte. Dabei ging es seinerzeit ziemlich heftig ab. 69 verletzte Polizisten, unzählige Sachbeschädigungen, 50 beschädigte Polizeiautos. Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) damals: „Das ist offener Straßenterror.“

Damals war das Entsetzen bei den Opfern linker Gewalt groß. Aber dafür interessierte sich Lügenpresse genauso wenig wie für die Opfer in Köln.

dpa-Autoren freuen sich immer über freundliche Mails. Alle sind unter Nachname.Vorname Klammeraffe dpa.com zu erreichen.

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