Hedgefondsmanager spendet Grünen 300.000 Euro

Willkommen in der Wirklichkeit: Die Grünen haben eine Großspende eines Hedgefonds-Managers, der zudem ein Riesenvermögen in Putins Russland gemacht hat, angenommen. Dabei sind die Grünen doch die Partei gewesen, die immer eine Deckelung von Großspenden auf maximal 100.000 Euro verlangt hat, Hedgefonds für Teufelszeug hält und Putin für den großen Diktator der heutigen Zeit.

Der edle Spender Jochen Wermuth, von „Bild“ verniedlichend als „Investor in erneuerbare Energien“ bezeichnet, ließ seine Spende ausdrücklich dem im Wahlkampf stehenden grünen Landesverband Baden-Württemberg von Ministerpräsident Winfried Kretschmann zukommen. Wenn Kretschmann die Wahl gewinnt, soll es in der zweiten grünen Regierungsperiode einen Ausbauschub für erneuerbare Energien geben. Und dann warten auf Wermuths Klienten Milliardengewinne aus den von den Stromkunden hoch subventionierten EEG-Anlagen.

Die Lobby der im Bereich „Erneuerbare“ tätigen Unternehmen hat Einfluss auf die Grünen wie die deutschen Großkonzerne auf die FDP zu Otto Graf Lambsdorffs Zeiten. Der Lambsdorff der Grünen heißt Gerhard Schick und ist „Finanzexperte“ der Fraktion. Folgen des grünen Wirkens sind die Festschreibung und Erhöhung der Subventionen zu Lasten der kleinen Leute, geringer oder gar kein Anlegerschutz beim Vertrieb angeblich „grüner“ Kapitalanlagen (Beispiele: Prokon, German Pellets) und totales Ausblenden der Folgen für die Umwelt durch grüne Industrieanlagen, die inzwischen mitten in Naturschutzgebiete gebaut werden. Es ist völlig klar, dass Leute wie Hedgefonds-Manager Jochen Wermuth ihren grünen Marktbereitern etwas Hilfe zukommen lassen wollen. Hedgefonds sind übrigens laut US-Investorenlegende Warren Buffett „Massenvernichtungswaffen“ und sollten verboten werden. Aber da steht Schick vor, wetten?

Die Grünen sind nicht die Lösung der Probleme, die wir heute haben, sondern die Ursache.

Und jetzt schauen wir wieder einmal, wie Lügenpresse an das Thema herangeht. Schon die Überschriften sollen die Harmlosigkeit der Zuwendung deutlich machen: „Private Hilfe für Wahlkampf Kretschmanns“ lautet die Überschrift im Berliner dahinsiechenden „Tagesspiegel“, in dem Qualitätsjournalistin Cordula Eubel den Geldgeber als „Vermögensverwalter“ vorstellt: „Er investiert in Firmen, die ressourceneffizient“ arbeiten.“ Es fehlt nicht der Hinweis, dass die Elektroindustrie der CSU mit 358.000 Euro viel mehr Geld gespendet habe.

Jochen Knoblach stellt seinen Bericht in der ebenfalls abschmierenden Berliner Zeitung unter die nichts sagende Überschrift „Investieren und verdienen“ und lobt den edlen Spender: „Tatsächlich hat sein Anlageunternehmen bereits vor Jahren die Investments in Öl, Gas und Kohle aus dem Portfolio gestrichen. Für Wermuth ist das Ölzeitalter bereits vorüber.“ Auch Knoblach verweist auf Großspenden – von Daimler an CDU und SPD. Bei Springer hat man ins eigene Archiv geschaut und festgestellt, mit welch üblen Gestalten und Firmen Wermuth sein Geld verdient hat: „Andererseits: Wer ihm länger zuhört, ihn persönlich trifft, gerät ins Grübeln, ob Wermuth, der trotz seines Reichtums und Erfolgs unprätentiös auftritt, nicht vielleicht doch Big Spender aus Überzeugung ist“, heißt es in der Welt am Sonntag.

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