Bienen im Bundestag könnten lehrreich sein

Die Honigbiene gilt als politisch völlig korrekt, denn sie wird angeblich durch die Industrialisierung der Landwirtschaft und den Einsatz von Chemikalien in ihrer Existenz bedroht. Das Wort „Bienensterben“ ist schon fast zum Synonym für den bevorstehenden Weltuntergang geworden. Deshalb fordern die Grünen die Agrarwende. In Wirklichkeit sind die Hauptfeinde dieser Insekten die Mais-Monokulturen und der massive Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln zur Sicherung der Maisernte, die dann in Biogasanlagen zur Stromerzeugung wandert und grünen Investoren ihre hoch subventionierten Renditen sichert. Wenn Grüne und die Stromverkaufsorganisation Greenpeace in regelmäßigen Abständen ein Verbot von Chemikalien in der Landwirtschaft fordern, dann verstummen sie bei Nachfragen, wie der Nachschub für Biogasanlagen gesichert werden soll. Die Spoekenkiekerei hat oft genug darauf hingewiesen.

Aber es besteht Hoffnung für die Biene. Die Hauptstadt Berlin meldet mit sechs Bienenvölkern pro Quadratkilometer die höchste Bienendichte. Und wie bei der Legehennenhaltung ist die Enge schädlich: Krankheiten breiten sich durch die Kontakte aus, und die von Banken (!), Hotels und Verbänden gehaltenen Tiere müssen im Sommer gefüttert werden (mit Zuckerwasserlösung), da sie in der Stadt zu wenig zu fressen finden (wie im Masisfeld).

Aber der Deutsche Bundestag wird sich jetzt auch 50.000 Bienen (wer die wohl gezählt hat?) ins Haus holen. Auf Initiative von Bärbel Höhn (Grüne) und Martin Burkert (SPD) wird ein Insekten-Volk im Innenhof des Paul-Löbe-Hauses angesiedelt, berichtet die Süddeutsche Zeitung am 2. März 2016 unter der bewusst mehrdeutigen Überschrift „Ein Parlament – zwei Völker“ und geht in dem Bericht zurück bis zum griechischen Philosophen Aristoteles, der gewusst habe, Bienen seien ebenso wie der Mensch „staatenbildende Tiere“.

In Höhns Büro sei man trotz der Kritik an der Bienen-Überbevölkerung in Berlin zufrieden, schreibt die Süddeutsche Zeitung und berichtet: „Es gehe darum, ein Zeichen zu setzen, heißt es. Um die Eigenarten der Apis mellifera kennenzulernen, werde ein Mitarbeiter sogar einen Imkerkurs besuchen.“

Welche Erfahrungen die Grünen mit den Bienen machen werden, wissen wir und verraten sie hier: Bienen werfen das Gesindel, das nicht arbeiten will, aus dem Stock und lassen es vor der Tür verhungern (das sind die Drohnen). Bienen schützen ihren Stock vor unberechtigt Hereinkommenden mit allen zur Verfügung stehenden Waffen. Wer das nicht glauben will, sollte sich möglichst nah vor den Bundestags-Bienenstock stellen und an die Wand des Stocks klopfen. Ein Bienenvolk, das sich nicht vor Fremden schützen würde, würde verenden, weil die „Besucher“ zielstrebig die Vorräte für den Winter klauen würden.

Welche Konsequenzen die Grünen ziehen werden, nachdem sie die Eigenarten von der Apis mellifera kennengelernt haben werden, wissen wir auch schon: Der Bienenstock wird aus dem Paul-Löbe-Innenhof entfernt, weil die Viecher stechen und überhaupt nicht vielfältig und tolerant sind. Sie sind nicht einmal schwul.

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