Früher Bananen – jetzt Rente

Wenn die Leute in der DDR zu murren begannen, gab es plötzlich Bananen und Jeanshosen aus dem Westen – jedenfalls eine Zeit lang. Das ist längst Geschichte. Heute werden diffizile Methoden angewendet. Wenn die Bürger ihre Unzufriedenheit zum Ausdruck bringen wie jüngst bei drei Landtagswahlen, machen Politiker das, was sie am besten können: Sie verteilen Wohltaten, ohne danach zu fragen, wer die Rechnung einmal zu bezahlen hat. Sie sind es jedenfalls nicht.

Deshalb und nur deshalb steigen die Renten in diesem Jahr im Osten ab 1. Juli um 5,95 Prozent und im Westen um 4,25 Prozent. Wenn die „Wessis“ auch zu 25 Prozent AfD gewählt hätten wie die Leute in Sachen-Anhalt, hätten sie auch mehr Rentenerhöhung bekommen. Das Füllhorn wird offen bleiben. Bei den am 21. März 2016 begonnenen Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst, der immer Maßstäbe auch für die Lohnentwicklung in der Privatwirtschaft setzen, werden die öffentlichen Arbeitgeber ungewohnt großzügig werden. Es wird hohe Lohnabschlüsse geben. Schon die römischen Kaiser wussten, wann es Zeit wurde, mehr Getreide nach Rom bringen zu lassen, damit das Volk genug zu essen hatte und nicht auf revolutionäre Gedanken kam.

Geld ist übrigens genug da. Der Geldfälscher Mario Draghi, Präsident der europäischen Zentralbank, druckt es gerade. Diejenigen, die sich jetzt über ein paar Scheine mehr freuen, werden bald feststellen, dass das Geld dramatisch an Wert verlieren wird.

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