Grüner Politiker mit Migrahu verdoppelt Miete

Normalerweise surft der morgendliche „Checkpoint“ des siechenden Berliner „Tagesspiegel“ voll auf der Blockparteien-Welle, ganz selten löckt aber auch er wider den Stachel. Am 8. April 2016 ist zu lesen, dass der Grünen-Bundestagsabgeordnete Özcan Mutlu Stress wegen einer Geschäftsimmobilie in der Stargarder Straße in Berlin-Pankow hat, die er im August 2015 gekauft hatte. Die bisherigen Mieter, eine Familie mit Migrationshintergrund, betreiben dort seit langem ein Kosmetik-Studio. Sie gehen nach der Kündigung auf die Barrikaden und schimpfen: „Ausgerechnet ein Bundestagsabgeordneter drängt uns aus unserem Laden.“ Mutlu (Eigenwerbung: „Sozial. Gerecht. Direkt.“) hatte eine Verdoppelung der Miete auf angeblich ortsübliches Niveau durchsetzen wollen, den vom Mieter gewünschten längerfristigen Vertrag aber abgelehnt und dann die Kündigung ausgesprochen.

Mutlus Partei kämpft in Berlin überall für Kleinunternehmer, denen die Lokale von überwiegend aus Baden-Württemberg zugewanderten Gentrifizierern gekündigt werden. Die Porsche Cayenne oder Macan – natürlich mit Kindersitz) fahrenden Erben der westdeutschen Gründergeneration, die selbstverständlich grün wählen, wollen aus den Gebäuden Luxus-Objekte machen und sie an neue Gentrifizierer vermieten, die in die ach so kreative Hauptstadt drängen.

Betroffen von den Entmietungen und nachfolgenden Luxussanierungen sind übrigens oft türkische Kleinunternehmer mit ihren „Spätis“, Bäckereien oder Gemüseläden. Dass sich nun ausgerechnet der Grüne Mutlu an die Spitze der Gentrifizierer setzt, überrascht nicht.

Es beweist wieder, dass bei den Grünen das höchste Potenzial an Phärisäertum existiert und Moral für sie nur dann gut ist, wenn sie ihnen nutzt. Die Bedeutung von Mutlus Äußerung, er möchte „für eine progressive, nachhaltige, grüne Politik arbeiten“, wird erst jetzt richtig klar.

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