Die „Süddeutsche“ und die Grenzkontrollen

Lügen werden auch durch Wiederholungen nicht besser. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung vom 18. April 2016 soll die europäische Wirtschaftsleistung wegen der Grenzkontrollen allein in diesem Jahr um 15 Milliarden Euro gesunken sein, berichtet die SZ unter Berufung auf Untersuchungen des Münchener IFO-Instituts, das mit dem Ausscheiden des unabhängigen Kopfes Hans-Werner Sinn möglicherweise ins Regierungslager gewechselt ist. Das sichert Forschungsgelder und bringt zusätzliche Stellen.

Die Bundesregierung sollte es doch eigentlich wissen. Und die berichtete in einem Bericht für den Wirtschaftsausschuss des Bundestages vom 22. Februar 2016 (Ausschussdrucksache 18(9)705): “Schätzungen der Kosten infolge vorübergehender Binnengrenzkontrollen durch einige Institutionen wie des DIHK mit 10 Mrd. Euro jährlich oder des BGA mit 3 Mrd. Euro pro Jahr legen nahe, dass die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland möglicherweise kurzfristig etwas gedämpft werden könnte. Sie ökonomischen Auswirkungen dürften damit aber insgesamt überschaubar bleiben.”

Damit nahm die Regierung Stellung zu Berichten mit Horrorzahlen von 100 Milliarden Euro und mehr durch die Grenzkontrollen. Die „Süddeutsche Zeitung“ versucht, sich ins glaubwürdige Licht zu setzen, indem sie schreibt, die IFO-Forscher lägen mit ihrer Schätzung niedriger als andere Wirtschaftsforscher.

Den Nutzen von Grenzkontrollen, zum Beispiel mehr Sicherheit für die von Kriminellen regelrecht belagerten Bürger, berechnete keines der Forschungsinstitute.

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