Die Technik der dpa-Nachrichtenfälschung

Geht es um Straßengewalt von Links, dann kann es gar nicht genug Wegschauen, Beschwichtigen und Kleinreden geben im politisch-medialen Infozirkus. Ein klassisches Beispiel sind die seit Wochen andauernden brutalen Ausschreitungen Linksextremer, „Autonomer“, Migranten und „erlebnisorientierter Jugendlicher“ in Paris.

Anlass ist ein neues Arbeitsgesetz der Regierung Hollande – de facto aber wird hasserfüllt gegen Polizisten vorgegangen. Straftäter errichten Barrikaden und werfen Brandbomben, über 350 Beamte wurden bereits verletzt. In den ellenlangen „Reportagen“ (die man angesichts ihrer Verschleierungstechnik besser „Camouflagen“ nennen sollte) wird – wie etwa in einem 20minütigen Feature des rot-grün funkenden „Deutschlandfunks“ – schwerster Landfriedensbruch mit einem weinerlichen Polizisten-Zitat und dem Reporter-Satz „Nicht jede Nacht bleibt friedlich“ abgehandelt.

Wie die Technik der Nachrichtenfälschung täglich konkret funktioniert, ist (dank des WWW) hier an einem besonders krassen Beispiel für jedermann leicht nachzuvollziehen: Am 18. Mai 2016 griffen vermummte linke Gewalttäter zwei Polizisten in einem Polizeiwagen an, zerschlugen die Scheiben und warfen eine Brandbombe in den Wagen, in dem die Beamten saßen. Diese konnten, nachdem die Benzinbombe explodiert war und das Innere des Wagens Feuer gefangen hatte, aus dem Fahrzeug fliehen. Der gesamte Vorgang ist im Video lückenlos dokumentiert.

Was macht die Monopol-Nachrichtenagentur dpa daraus?

„Vermummte Demonstranten hatten auf einer einspurigen Straße an dem auch bei Touristen beliebten Kanal Saint-Martin im Osten von Paris das Fahrzeug angegriffen und in Brand gesteckt. Die beiden Polizisten im Wagen konnten sich zuvor in Sicherheit bringen.“

Hier sind alle klassischen Techniken der Nachrichtenverschleierung zu beobachten:

1. Die Handelnden werden nicht benannt. „Vermummt“ ist banal, die Ausschreitungen wurden von Linken begangen.

2. Ob die Straße einspurig ist oder nicht, ist irrelevant.

3. Ob die Straße bei Touristen beliebt ist, ist irrelevant.

4. Ob es im Osten von Paris liegt ist irrelevant. Diese drei erkennbar sinnlosen Informationen sollen nur die Aufnahmefähigkeit des Lesers erschöpfen und ihn von der Frage ablenken: Was war denn nun?

5. Nun, das war: „angegriffen“. Nichts über Methoden (Eisenstangen, Fenster zertrümmern, Einschlagen auf die Beamten) und koordiniertes Vorgehen (ein Täter zerstört die Heckscheibe, ein zweiter hat sofort eine Brandbombe griffbereit).

6. Und dann war da noch, ganz am Ende: „Fahrzeug angegriffen und in Brand gesteckt“. Wohlgemerkt: keine Menschen bedroht, nur ein Auto.

7. Und am Ende eine faustdicke Lüge: Die Beamten haben sich eben nicht „zuvor in Sicherheit bringen“ können. Nein, sie waren in dem Fahrzeug, als es Feuer fing, sie waren darin weitere Sekunden gefangen, weil Schläge sie weiter attackierten.

Aber all dies erfahren Millionen Zeitungsleser und Radiohörer, die mit dem dpa-Schund versorgt werden, auch erst, nachdem sie den ersten Satz der Meldung genossen haben:

„Am Rande einer Demonstration französischer Polizisten gegen gewalttätige Angriffe auf Kollegen ist es in der Hauptstadt Paris erneut zu Ausschreitungen gekommen.“

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Alle gegen rechts, Qualitätsjournalismus abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s