Reiche Grüne wollen noch mehr Subventionen

Was schon bei den Investitionen in erneuerbare Energien so schön klappt, wollen die reichen grünen Erben aus bester Stuttgarter Halbhöhenlage, München-Grünwald, Hamburg-Eppendorf oder Berlin-Dahlem auch bei der Elektromobilität schaffen: Subventionen kassieren und das schöne Leben wie die Maden im Speck zu Lasten der arbeitenden Bevölkerung weiter führen. Mindestens 20 Milliarden Euro im Jahr kassieren grün orientierte Haus- und Villenbesitzer für ihre Photovoltaik-Anlagen und ihr Eigentum an Windkraftanlagen, bezahlt von Mietern und den Armen, die nichts investieren können, weil sie nichts haben. Jetzt wollen sich die Ökologen die Anschaffung von Öko-Autos subventionieren lassen, damit sie bei Regen und Kälte nicht mit dem Rad zum Öko-Bäcker fahren müssen, um frische Wecken/Schrippen/Brötchen (möglichst glutenfrei) zu holen.

Der größere Teil der deutschen Lügenpresse jubelt natürlich über das von der Großen Koalition mit Blick auf die grün und nachhaltig orientierte Klientel beschlossene Subventionsmodell für die teuren Elektrokarren, deren Reichweite gering ist und deren Batterien nach zwei Jahren ausgetauscht werden müssen.

Wer ausländische Zeitungen lesen muss, um die Wahrheit über sein Land zu erfahren, ist entweder Nordkoreaner oder Deutscher, heißt ein Spruch aus dem Netz. Deshalb hier eine Stimme aus der Schweiz zu dem deutschen Subventions-Blödsinn. Die Neue Zürcher Zeitung kommentiert am 27. April 2016:

„Die Subventionierung einer (hochprofitablen) Branche ist aus mindestens vier Gründen eine schlechte Idee. Erstens beschweren sich andere Sektoren zu Recht darüber, dass sie nicht so hoch in der Gunst Berlins stehen. Zweitens ist die Förderung einer bestimmten Technologie eine Wette, die kein Staat eingehen sollte. Wer weiß schon, welche Antriebsart die Zukunft prägen wird? Drittens gibt es bessere Instrumente, um die Umwelt zu schützen.

Schädlich ist der Schacher um Staatsgeld aber noch aus einem vierten Grund. Es gibt wohl kaum eine Industrie, die so unmittelbar von einem transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) profitieren würde wie die deutschen Autobauer. Allein durch die Zollreduktion sparten sie eine Milliarde Euro jährlich. Und wenn man Sicherheitsstandards, die in der EU und den USA ähnlich, aber eben nicht gleich sind, gegenseitig anerkennen würde, läge noch viel mehr drin. Doch wie glaubwürdig ist eine Industrie, die sonntags für offene Märkte und Freihandel wirbt, werktags aber bei der Politik die hohle Hand macht? Die Subventionen für Elektroautos sind somit nicht nur eine Verschwendung von Steuergeldern, sondern sie schwächen auch noch die Position der TTIP-Befürworter.“

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