Asylheim brennt – Wo ist Maas?

Wenn in Deutschland ein Asylheim brennt oder eine Handgranate hineingeworfen wurde und angeblich rechte Täter ihr mörderisches Werk verrichtet haben sollen, wird der Ort des Geschehens in einen Ausnahmezustand versetzt. Zu sehen sind Belagerungszenen mit unzähligen Fernsehkameras; Lügenpresse-Reporter durchforsten das Umfeld, sammeln Belege für rassistisches Gedankengut und finden es auch, zum Beispiel in Gestalt der Mitglieder eines Rassekaninchenzuchtvereins. Aussagen von Nachbarn erhärten den Rechtsextremismus-Verdacht: Es soll einen deutschen Schäferhund geben, der auf den Namen Blondie hört. Das Tier konnte trotz intensiver Suche, an bei der auch eine Hundertschaft der Polizei und das Technische Hilfswerk (THW) beteiligt waren, noch nicht gefunden werden.

Schnell setzt ein Tourismus mit schweren klimatisierten und teils gepanzerten Limousinen ein: Bundesminister wie Heiko Maas (SPD, Justiz) fahren vor, Abgeordnete wie Claudia „Fatima“ Roth (Grüne) und Repräsentanten der Zivilgesellschaft, Kirchen- und andere Vertreter von Flüchtlingsinitiativen sowie von der Sozialindustrie nehmen vor laufenden Kameras Stellung zu dem unsäglichen Geschehen. Selbst Wolfgang Thierse soll an solchen Orten schon gesehen worden sein, wie er eine Mahnwache aufstellt. Die Anwohner brauchen oft eine Woche, um den Müll, den das fahrende Volk hinterlässt, wieder wegzuräumen.

Nun hat am 7. Juni 2016 in Düsseldorf am Flughafen eine Halle gebrannt, in der laut BILD „282 alleinreisende Männer untergebracht (waren), vor allem aus Syrien, Alfghanistan und dem Irak. Als das Feuer ausbrach, waren 130 Personen vor Ort.“ Die Männer hätten alle tot sein können. Den Einsatzkräften gelang es aber, die Menschen zu retten und das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Der Rauch der brennenden Halle war kilometerweit zu sehen.

Aber Heiko Maas war nicht zu sehen, Claudia „Fatima“ Roth auch, nicht mal Christian Lindner (FDP) kam. Wo war die immer so betroffen dreinschauende Ministerpräsiodentin Hannelore Kraft (SPD)? Und wo bleiben die Stellungnahmen von CDU, CSU, SPD, Linken, Grünen, FDP, Kirchen, Gewerkschaften und der großen Zivilgesellschaft zu diesem feigen und hinterhältigen Anschlag, der unseren Prinzipien von Vielfalt und Toleranz diametral entgegensteht?

Vielleicht ist die Antwort, warum der Betroffenheits-Tourismus ausblieb, schon in dem Bild-Bericht zu finden: „Die Polizei nahm am Dienstag zunächst zwei Flüchtlinge vorläufig fest und führte sie in Handschellen ab. Später erhöhte sich die Zahl der Verdächigen auf insgesamt sechs. Gegen die Männer, die sich in der später abgebrannten Halle aufhileten, wird wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung ermittelt.“

Lesern des Tagesspiegel blieb diese Information vorenthalten: „Sechs Männer seien zur Vernehmung ins Polizeipräsidium gebracht worden, teilten die Ermittler am Dienstag mit“. ist im Tagesspiegel zu lesen.

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