Orlando: Panik im rot-grünen Milieu

Der islamistische Massenmord an mindestens 49 Homosexuellen in Orlando ist nicht nur der größte Terroranschlag in den USA seit 9/11. Es ist zugleich eine Katastrophe für den politisch-medialen Komplex in Deutschland, dessen Auswirkungen denen von #KölnHbf in nichts nachstehen.

Denn der muslimische Attentäter Omar Mateen, der sich kurz vor der Tat bei der Polizei meldete und ausdrücklich zum Islamischen Staat bekannte, und dessen Verbrechen schon wenige Stunden später von der Öffentlichkeits-Abteilung des IS ausdrücklich als die ihre bezeichnet wurde, hinterlässt im rot-grünen Milieu eine nahezu chaotische Panik. Mateen hat es nämlich geschafft, eine bisher im „Welcome“-Milieu mühsam unterdrückte Tatsache ins Blickfeld zu holen: die Brutalität, mit der der Islam mit Homosexuellen umgeht. Das gilt eben nicht nur für die ISIS-Hochburg Raqqa, wo Schwule regelmäßig von Hochhausdächern in den Tod gestoßen werden. In den meisten islamisch geprägten Staaten werden homosexuelle Handlungen mit unterschiedlich hohen Haftstrafen verfolgt, in sieben islamischen Ländern droht die Todesstrafe.

Um die Wahrnehmung dieses Konnexes und eine daran anschließende Debatte hierzulande („Religion des Friedens“ etc…) zu verhindern, bot der politisch-mediale Komplex Deutschlands am Sonntag, den 12. Juni 2016, wirklich alles auf, was das Propagandainstrumentarium nur hergab. Das war auch dringend nötig, saßen doch wegen des blöden nationalismusfördernden Länderspiels Millionen Bürger vor dem Fernseher. Und die wollten sicher erfahren, was sich da in Orlando zugetragen hat.

Also, wagen wir einen Blick in die Handwerkskiste: „Wie geht man politisch korrekt mit einem islamistischen Terroranschlag um?“

1. Kleinreden

Ob es ein Terroranschlag war, entscheiden allein ARD, dpa und einige Hauptstadtjournalisten. Bis dahin tut es gerne auch der Begriff „Schießerei“, laut Duden ein „Schusswechsel“. Mit dieser Bezeichnung des Massentötens dutzender Wehrloser machte beispielsweise FAZ.net ganz entspannt noch zum Sonntagabend auf.

2. „Unklar“

Das „Sich-Dumm-Stellen“ ist eine beliebte Taktik bei erwischten Kriminellen oder der Lüge überführten Politikern. Aber auch Medien können das. Etwa, in dem man permanent „Fragen“ stellt, die längst beantwortet sind. Paradebeispiel das „ZDF“, dass ein „heute journal spezial“ um 21.45 Uhr allen Ernstes unter den Titel stellt: „Gab es einen islamistischen Hintergrund?“. Ja, das ist eine spannende Frage. Die allerdings nicht mehr ganz so spannend ist, wenn der Täter sich bereits Stunden zuvor gegenüber der Polizei selbst als IS-Anhänger bezichtigt hat. Und die Nachrichtenagentur des IS erklärte: „Der bewaffnete Angriff, der einen Nachtclub für Homosexuelle in Orlando, Florida, zum Ziel hatte und mehr als 100 Tote und Verletzte zurückließ, wurde von einem Kämpfer des Islamischen Staats ausgeführt“. Anderseits: Das amerikanische Internet ist ja auch ganz schön weit entfernt….

3. Was will der Mann denn nur?

Eine der wichtigsten Verteidigungslinien der Verunklarung und Volksverdummung nach islamistischem Terror ist die Frage, was der/die Attentäter denn nur für „Motive“ gehabt haben mögen? Diese Frage ist natürlich fundamental und kann angesichts erschossener Attentäter über mehrere Tage hinweg helfen, da es mit der Antwort seitens des Betroffenen doch etwas länger dauert. Wie schon unter 2. erläutert: Selbstbezichtigungen werden nicht gemeldet oder heruntergespielt, auch offizielle Adaptionen durch die Terrororganisation IS werden ignoriert. In diesem Sinne vorbildlich agierte der „Deutschlandfunk„, der am Folgetag um 8 Uhr morgens meldete: „Bisher keine Beweise für IS-Hintergrund“, „die Motive liegen weiter im Dunkeln“. Lobenswert auch, dass der Sender es schafft, das ganze Thema am Tag danach auf 12 Zeilen herunterzudimmen – in denen kommt das Wort „Islam“ nicht einmal mehr vor. Wirklich valide werden islamistische Tatmotive wohl künftig erst dann bewiesen sein, wenn Attentäter und IS vor dem Massaker gemeinsam einen Notar aufsuchen, um ihre Absichten zu dokumentieren.

4. Aufbau von Scheinalternativen

Beim „framing“, also dem manipulativen „Einrahmen“ der öffentlichen Debatte, helfen neben dummen Fragen auch Scheinalternativen. Ein Paradebeispiel bot der ARD-Brennpunkt um 20.15 Uhr, der Millionen Deutsche davon überzeugen musste, dass alles „unklar“ sei. Und allen Ernstes mehrfach fragte: Waren nun „Schwulenhass“ oder „Islamismus“ Grund für den Massenmord? Nun, das sind wirklich zwei sich vollends gegenseitig ausschließende Alternativen… Wieviele Zuschauer dieser Sendung wohl über den Sinn ihrer „Demokratieabgabe“ nachgedacht haben werden?

5. Cui bono?

Faszinierend ist die Kühle, mit der direkt nach solchen Taten eingeordnet wird, wem diese denn „nützen“ würde. Ausgenommen ist von dieser Analyse natürlich der Killer selbst und seine Organisation (siehe 2.). Hingegen weiß man innerhalb von Minuten, dass „Trump profitiert“. So wie nach den Anschlägen in Paris und Brüssel „Europas Rechtspopulisten“ profitieren würden. Diese immer wieder anzutreffende Schleife hat nur den Sinn, auch dem letzten Hilfsredakteur klarzumachen, dass die politische Einordnung des Attentats bitte Berufeneren (Maas, Stegner, Prantl, Augstein) zu überlassen ist. Das gilt besonders, falls jemand die irrwitzige These verträte, es habe etwas mit dem Islam zu tun.

6. Nichts mit nichts.

Denn: Es muss absolut klar werden, dass „Nichts mit nichts zu tun hat“. Für den rot-grünen Gesellschaftsanalysierer gibt es natürlich dutzende „Gründe“, 50 Menschen niederzumähen. Sehr beliebt als „Grund“ sind etwa die „amerikanischen Waffengesetze“ (die ja auch in Brüssel und Paris gelten… aber das ist eine andere Geschichte. Da war es ja soziale Ausgrenzung, die die „Jungen“ zu bösen Taten trieben). EINEN „Grund“ gibt es garantiert nie: den Islam, eine seiner Spielarten, radikale Prediger, Terrororganisationen, den Djihad. All dies sind Phänomene, die gaaanz weit weg und lokal begrenzt sind. Die finden wir in, sagen wir mal: Syrien, im Irak und vielleicht noch in Sachsen, wo immer „gegen die sogenannte Islamisierung des Abendlandes“ gehetzt wird.

Wenn Omar Mateen ein Vorwurf seitens des deutschen Meinungskartells zu machen ist, dann dieser: Er hat zum falschen Zeitpunkt die falschen Menschen ermordet – und dann auch noch behauptet, es im Namen des Islam zu tun. Das bringt Unruhe in die Szene, die schon vor wenigen Wochen auf ihrem „Karneval der Kulturen“ in Berlin mit ansehen musste, wie ihre Frauen massenhaft von – allerdings heterosexuellen – Arabern angegrapscht wurden. Insofern war Mateens „Schießerei“ wirklich nicht „hilfreich“.

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