Mit Merkel im Politbüro

Franz Josef Strauß pflegte seine Sätze noch so zu formulieren, dass die Zuhörer auch nach der dritten Maß Bier noch in der Lage waren, den Inhalt zu verstehen. Seine Aussage, „rechts von der CSU darf es keine demokratisch legitimierte Partei geben“, war eindeutig und in keinster Weise interpretierbar. Wer sich daran versucht, muss schon einige (SED-)Parteilehrgänge hinter sich und auch gut aufgepasst haben.

Kanzlerin Angelea Merkel liefert uns ein Beispiel, was eine gute Ausbildung ausmacht. Sie warnte in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in einem Interview (Aha, das Interview ist wohl der Dank für den Schwenk in der Berichterstattung) am 22. Mai 2016 vor der Aufgabe von Prinzipien, um zu verhindern, dass sich Wähler von der Union abwenden. So weit, so gut.

Jetzt kommt’s aber: Zum Satz von Strauß erklärte Merkel, wenn der Satz „auch so verstanden werden kann, dass im Ergebnis Prinzipien relativiert oder gar aufgegeben werden müssten, damit Menschen sich nicht von der Union abwenden, Prinzipien, die für unser Land wie auch die Union konstitutiv sind, die den Kern unserer Überzeugungen ausmachen, dann gilt dieser Satz für mich nicht.“

Na, alles klar im Berliner Politbüro?

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