Sport: Stimme der Vernunft aus Tschechien

Das Russen-Bashing hat inzwischen alle Ebenen erreicht. Selbst Sportfunktionäre machen mit. Keine Möglichkeit bleibt ungenutzt, den russischen Bären bis zur Weißglut zu reizen. Nach dem Ausschluss der russischen Leichtathleten von den Spielen in Rio könnte es am Dienstag, den 21. Juni 2016, beim Olympiagipfel in Lausanne noch weitere russische Sportverbände oder gar das gesamte russische Nationale Olympische Komitee treffen. Dies wäre denn doch zu viel, mahnt die tschechische Zeitung Lidové noviny:

„Hier geht es um etwas Beispielloses: eine präventive kollektive Strafe für ein ganzes Nationalteam hat es noch nie gegeben. Das ist auch von denen zu bedenken, die sich keine Illusionen über die Sauberkeit des russischen Sports und dessen Unabhängigkeit von der politischen Führung des Landes machen. Russland muss das wie eine Kriegserklärung erscheinen. Zudem hat Russland auch gute Argumente. Schon der olympische Gedanke beruft sich auf die Teilnahme aller. In der Olympischen Charta steht auch kein Wort über eine Entscheidungsvollmacht des Olympiagipfels. Und schließlich gibt es auch noch Werte, auf die sich der Westen beruft: dazu gehört die Ablehnung einer Kollektivschuld.“

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