Vor der Euro-Katastrophe

Die Wochenzeitung „Die Zeit“, das Blatt für die gehobenen grünen Stände, hat uns in einem Kommentar der Ausgabe vom 14. Juli 2016 schon einmal mitgeteilt, was in Europa wegen des korrupten und maroden Bankensystems in Italien bevorstehen würde, wenn dieses denn zusammenbricht: „Gemessen daran, wäre der Brexit ein Spaziergang und die Griechenlandkrise eine Aufwärmübung.“ Das hätte nun schon vor Wochen auch auf unserer Internetseite hier stehen können. Aber so eine Warnung in der „Zeit“ bedeutet: Das Problem ist jetzt offiziell da, und die Leute werden darauf eingestimmt – aus der Perspektive des politisch-medialen Komplexes natürlich, für den die „Zeit“ ein Eckpfeiler ist.

Man erinnert sich: Mit Milliardenbeträgen für Griechenland wurde angeblich ganz Europa vor dem Untergang gerettet, und der Brexit – wenn er denn kommt – ist so etwas wie der Ruin Europas, auf jeden Fall aber Großbritaniens. Deshalb muss alles getan werden, um nach Griechenland und Brexit jetzt Italien zu retten: „Das muss wissen, wer Renzi daran hindern will, mit – italienischem – Steuergeld italienische Banken zu retten, zumal der sich auf ein Schlupfloch in der Richtlinie der EU berufen kann, die bei Gefahr im Verzug Ausnahmen erlaubt. Ein Trick? Ja sicher, aber Regeln sollen Probleme lösen. Wenn sie selbst zum Problem werden, läuft etwas falsch. Hätte die Menschheit sich sklavisch an alle Vorschriften gehalten, dürften Frauen immer noch nicht wählen.“

Dass die Menschheitsgeschichte eine Geschichte gebrochener Verträge ist, daran pflegte schon Otto von Habsburg gerne zu erinnern. Mit dem Frauenwahlrecht hat das alles nichts zu tun. Nur dass die Systempresse jetzt den Vertrags- und Rechtsbruch zum Programm erhebt, lässt das Schlimmste befürchten. Die Berliner Politiker können bei so viel öffentlichem Beifall tatenlos zusehen, wie das Ersparte der Deutschen und ihr Wohlstand durch Vertragsbrüche gefährdet werden und die Bürger schließlich wie nach einem verlorenen Krieg alles verlieren werden.

Denn dass Renzi mit „italienischem“ Steuergeld Bankenrettet, ist ausgeschlossen. Woher soll das hoch verschuldete Land denn das Geld nehmen? Enweder kauft Europas oberster Geldfälscher Mario Draghi, der Präident der Europäischen Zentralbank (EZB) ist, italienische Staatsanleihen auf, um Renzi mit frisch gedrucktem Geld zu versorgen. Oder man nimmt das Geld aus der deutschen Einlagensicherung als Zeichen der europäischen Solidarität. Kanzlerin Angela Merkel würde das dann als „alternativlos“ bezeichnen.

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