Befehl von Künast

Was war Dienstag (19. Juli 2016) morgen, kurz nach Mitternacht, eigentlich mit Renate Künast (Grüne) los? Die redegewandte und wortgewaltige Vorsitzende des Rechtsausschusses des Bundestages setzte, kaum eine Stunde nach ersten Meldungen über das islamistische Attentat in Würzburg, folgenden Tweet ab:
Tragisch und wir hoffen für die Verletzten. Wieso konnte der Angreifer nicht angriffsunfähig geschossen werden???? Fragen!
Gerichtet ist dieser Tweet, abgesetzt um 00.22h, ausdrücklich an die Redaktion der „Süddeutschen Zeitung“.

Schaut man sich den kurzen Schrieb genauer an, fallen einige Besonderheiten auf: Der erste Satz hat etwas von einem quasi-offiziellen Statement, eher pflichtschuldig als empathisch. Die Frage, die sich gegen die Polizei richtet, wird jedoch mit Verve und vier „?“ vorgetragen. Und das letzte, alleinstehende Wort „Fragen“ mit einem Ausrufezeichen versehen.

Dieser Text kann durchaus auch anders gelesen werden, als es manche derzeit tun. Dies könnte auch ein Text in einer SMS etwa an Heribert Prantl sein, den Uralt-Grünen-Kumpel in der „Süddeutschen“-Chefredaktion. Bei der „Alpenprawda“ ist er für die rot-grüne Rechtspolitik zuständig und somit enger Ansprechpartner für Renate Künast. Selbstverständlich feiert Künast beim SZ-Neujahsrempfang mit und kann oft ihre ebenso exklusiven wie wirren Einsichten via „Süddeutsche“-Interview verbreiten. Sehr hübsch anzusehen auch die Interaktion Prantls mit Künast in der Sendung „Hart aber Fair“ vom 11. Januar 2016. Da erklärten beide nebeneinander sitzend und im ideologischen Paarlauf, warum die Attacken auf der Kölner Domplatte eigentlich so garnix mit Migration zu tun hatten.

Ist also das letzte Nacht getwitterte „Fragen!“ eine deutliche Anregung einer grünen Top-Frau an die SZ-Freunde, diesen spin der Polizeiaktion (wir subsummieren es mal: „17jähriger Flüchtling von bayerischen Sheriffs brutal abgeknallt“) zu verfolgen? Da mal „nachzufragen“? Den medialen Druck aufzubauen? Und somit den Fokus von diesem nervigen, nun wirklich wenig hilfreichen Islam-Ding wegzunehmen hin zum Lieblingsthema der „Süddeutschen“: nämlich der Kritik an der bayerischen Polizei?

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