Das Zeichen von Würzburg

Nach Paris, Brüssel, Köln, Orlando und Nizza nun Würzburg: Für den politisch-medialen Komplex kommt es knüppeldick. Die bisherigen Maschinerien der Vernebelung, Verdeckung und der Täuschung des Publikums funktionieren nicht mehr richtig. Immer mehr kristallisiert sich heraus, dass der Islam zur Bedrohung Europas und sogar der gesamten westlichen Welt geworden ist. Schließlich hat Religionsstifter Mohammed das genau so verfügt.

Am Montag, den 18. Juli 2016, wurde über den “Amoklauf“ eines jungen Mannes in Würzburg berichtet, der mit einer Axt auf Fahrgäste einer Regionalbahn losging. Wie durch ein Wunder starb niemand, und der Täter wurde durch Beamte eines Sondereinsatzkommandos (SEK), das wie durch ein Wunder gerade in der Nähe war, erschossen.

Für den politischen-medialen Komplex stellte sich das Vorhaben zunächst recht einfach da. Noch während Ärzte um das Leben der Angegriffenen kämpften, machten bei den Nachrichtenagenturen die Berichte vom traumatisierten unbegleiteten minderjährigen Flüchtling die Runde. Verwiesen wurde wie üblich auf möglicherweise vorhandene psychische Störungen. Aussagen von Nachbarn und Praktikums-Betrieben („so ein netter junger Mann“) wurden transportiert, nichts habe man ahnen können. Auf jeden Fall sei der junge Mann (bei einer Agentur ganz nett als „Teenager“ bezeichnet) auch selten zur Moschee gegangen. Es fehlte auch nicht der Hinweis, die Tat könne mit dem Islam nichts zu tun haben. Erstaunlich, wie schnell alles über den „Zug-Anschlag“ (eine Nachrichtenagentur) und den Täter herausgefunden wurde. Und vom Tatort wurde berichtet, nur ein Zeuge wolle den Ruf „Allahu Akbar“ (Gott ist groß) gehört haben. Das sollte wohl heißen: Alle anderen hatten nichts oder was anderes gehört. Zur Erinnerung: In Köln mussten dieselben Journalisten eine Woche lang recherchieren, bis ihnen klar wurde, dass Migranten die Übergriffe und Vergewaltigungen begangen hatten.

Die beste Blendgranate kam von der Vorsitzenden des Rechtsausschusses des Bundestages, der Grünen-Abgeordneten Renate Künast (siehe unten). Sich erbarmend und voll des Mitgefühls für den Teenager stellte sie die Frage, warum die Polizei den Jungen totgeschossen habe statt ihn kampfunfähig zu schießen. Das Thema „finaler Rettungsschuss“ zündete und lief so gut, dass die staatsnahe Nachrichtenagentur adn dpa am 19. Juli 2016 um 14.10 Uhr eine Zusammenfassung sendete, die sich nur mit der „Debatte über tödliche Schüsse“ beschäftigte. Die Gewerkschaft der Polizei ging hier auf Künast los, Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) warf der Grünen-Politikerin „merkwürdige Kommentierungen“ und CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer „Täterschutz“ vor. Sogar CDU-Generalsekretär Peter Tauber beteiligte sich später an dem Ablenkungsmanöver und befand, das Misstrauen gegen die Polizei sei nicht in Ordnung. Aus der Ferne warnte Wolfgang Kubicki (FDP), Würzburg dürfe sich nicht zum „Brandbeschleuniger für AfD und Pegida“ entwickeln.

Der politisch-mediale Komplex schien die Sache im Griff zu haben. Fernsehkommentatoren rüsteten sich für die Kritik am finalen Rettungsschuss, Leitartikler tippten schon los. Kleinigkeiten rückten in den Hintergrund und wurden von adn dpa in einer Zusammenfassung von 13.54 Uhr mit dem Hinweis, Herrmann sehe keine Hinweise für eine Verbindung mit dem „Islamischen Staat“ nach hinten gedrückt. Dass man eine IS-Flagge in der Wohnung des Mannes fand, war wohl nur deshalb eine Erwähnung wert, weil sie „handgemalt“ – also keine offizielle Fahne – war. Einen vom Attentäter verfassten Text fand man auch. dpa berichtet: „Der Text drehe sich um das Leben der Muslime, wonach diese sich zur Wehr setzen müssten.“ Wogegen sie sich wehren müssten, erfuhren die Leser nicht. Das Motiv des Täters werde jetzt aufgeklärt, versicherte adn dpa noch.

Die Aufklärung übernahm dann Amak, die Nachrichtenagentur des Islamischen Staates. Sie strahlte ein Bekennervideo des jungen Mannes aus, in dem dieser seine Tat ankündigte.

Der politisch-mediale Komplex schaltete sofort um. Jetzt lautete die Ansage, die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge müssten besser betreut werden.

Auf den naheliegendsten Gedanken, die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge wieder nach Hause zu ihren Eltern zu schicken, mit denen sie mit ihren teuren Handys täglich zu telefonieren pflegen, kam man nicht.

Doch die Bürger werden genau danach fragen, wenn der nächste unbegleitete minderjährige Flüchtling mit entsicherter Kalaschnikow loszieht oder in einen Lastwagen steigt.

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