Polizisten Verbrecher oder Helden?

Wie eigenartig (um es vorsichtig zu formulieren) die Verhältnisse in diesem Land inzwischen sind, wird an politischen Reaktionen nach dem islamistischen Anschlag von Würzburg deutlich. Der Attentäter, ein junger Mann aus Afghanistan oder Pakistan, wurde von einem Sondereinsatzkommando der Polizei erschossen. Stichwortgeberin der politischen Debatte wurde noch in der Tatnacht die Grünen-Politikerin Renate Künast, die folgende Botschaft verbreitete: „Wieso kann der Angreifer nicht angriffsunfähig geschossen werden???? Fragen!“ Das dahintersteckende Denken ist völlig schräg, und die Botschaft ist angesichts der Tatsache, dass zu diesem Zeitpunkt Ärzte noch um das Leben einiger Opfer des Axt-Anschlags kämpften, unverschämt, würdelos und geschmacklos. Wenn diese Person Vorsitzende des Rechtsausschusses des Bundestages bleiben sollte, stellt sich das ganze Parlament ein Armutszeugnis aus.

Ist Täterschutz für Grüne wichtiger als Opferschutz, wenn es nur die „richtigen“ Täter (Ausländer, Moslems, Linksextremisten) sind? Künast ist nicht allein. Der politisch-mediale Komplex hält zusammen. Sekundiert wurde Künast vom Journalisten Jakob Augstein (Freitag), der in Anspielung auf die Gewalttaten in den USA via Facebook verbreitete: „Eine brutalisierte Polizei kann für jeden einzelnen Bürger zur Gefahr werden.“ Und weiter: „Gerechtigkeit entsteht vor Gericht. Nicht durch tödliche Schüsse.“ Soll wohl heißen: Das Sondereinsatzkommando hätte mit dem jungen Mann in einen Dialog eintreten müssen statt zu schießen.

Heribert Prantl (Süddeutsche Zeitung) hilft nur zu gerne beim Relativieren: „Womöglich sind der Attentäter von Nizza und der Attentäter im Regionalzug eher verwandt mit dem Piloten der Germanwings-Maschine und dem Amokläufer von Winnenden als mit den IS-Terroristen. Womöglich sind IS-Fahne und IS-Video beim Axt-Attentäter auch eine Art Dekor, um den Schrecken noch schrecklicher zu machen.“ Soll heißen: Egal, welche Beweise ihr auch vorlegt, wenn sie nicht in mein engstirniges rot-grün-genderversifftes Weltbild passen, ignoriere ich sie. Prantl dürfte sich auch nicht daran stören, dass der Generalbundesanwalt „Ermittlungen wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung und versuchten Mordes“ aufgenommen hat. Fakten haben Prantl noch nie beeindruckt.

Abenteuerlich, was Prantl sonst noch so faselt, nachdem seine Freundin Künast im Netz ziemlich heftig angegriffen wurde: „Die Frage nach der Notwehrsituation auf der Flucht des Täters ist berechtigt. Eine Politikerin muss das fragen dürfen, ohne dass ein Polizeisprecher sie als parlamentarische Klugscheißerin beschimpft. Es gibt keine Todesstrafe in Deutschland – auch nicht gegen einen, der als IS-Sympathisant auftritt.“

Angesichts dieser „Berichterstattung“ von Lügenpresse wird der folgende Satz zu einer Art Manifest: „Wenn Du, um die Wahrheit über dein Land zu erfahren, eine ausländische Zeitung lesen musst, bist Du entweder Nordkoreaner oder Deutscher.“

In der Zeitung „The Standard“ (Hongkong – aus der Stadt stammen einige der Opfer) ist zu lesen: „Heroes tackled crazed terrorist“ – auf deutsch: „Helden erledigten abartigen Terroristen.“

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