Die wahren Sorgen der Politiker

Nach den Anschlägen von Würzburg, Ansbach, Reutlingen und den Morden von München rührte sich in Berlin – nichts. Lediglich Kanzlerin Angela Merkel zog es zu ihren qualitätsjournalistischen Verehrern in die Bundespressekonferenz, um dort wieder ihre Mär von „wir schaffen das“ zu verbreiten und den Eindruck zu erwecken, die Anschläge hätten nichts mit dem Islam zu tun.

Von Beratungen im Innenausschuss des Bundestages war nichts hören; die Damen und Herren Volksvertreter wollten offenbar in den Sommerferien nicht wegen der Probleme im Volk gestört werden. Sollen doch die Leute sehen, wie sie klar kommen, wenn ein Typ mit Axt in die Regionalbahn einsteigt. Abgeordnete, die im Zweifel noch nie mit einer Regional- oder S-Bahn gefahren sind, kennen nicht die Sorgen von deutschen Frauen, die sich am Abend aus Angst vor sexuellen Belästigungen durch zugereiste Fachkräfte nicht mehr allein in die Bahn trauen. In Berlin wollen die Abgeordneten offenbar mit den Sorgen der Bürger nichts zu tun haben.

Wichtiger ist kleinliches Parteiengezänk. Wann Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) mit diesem oder jenen Vertreter von Edeka und Tengelmann über die Übernahme von Kaiser’s gesprochen hat oder nicht, das ist den Grünen auf jeden Fall eine Sondersitzung des Wirtschaftsausschusses wert, die sie für den 10. August 2016 beantragt haben. Das muss man sich einmal vorstellen: Da gehen Moslems mit Äxten, Macheten und Sprengstoff auf die Leute los, und der zuständige Innenausschuss des Bundestages lässt sich nicht einmal unterrichten, was die Bundesregierung gegen diese Terroristen zu unternehmen gedenkt. Aber im Fall der siechenden Kaiser’s-Märkte wird eine ganz große Nummer abgespielt, weil die Opposition hofft, den dicken Siggi etwas in die Ecke treiben zu können.

Lügenpresse interessiert sich auch nicht mehr für Opfer und Angehörige oder für die Sorgen und Ängste von Fahrgästen oder Konzertbesuchern. Die staatsnahe Nachrichtenagentur adn dpa berichtet am 2. August 2016 unter der Überschrift „Was bedeuten Reutlingen, Ansbach und Würzburg für Flüchtlinge?“. Dort lässt Autorin Kathrin Drinkuth eine Psychotraumatologin Maggie Schauer aus Konstanz zu Wort kommen, die zu berichten weiß, Ereignisse wie in den vergangenen Tagen in Bayern und Reutlingen könnten bei Flüchtlingen aber auch Belastungen hervorrufen. „Menschen mit einer Traumafolgestörung haben einen pathologischen Gefahrensensor eingebaut. Sie fürchten eine ständige Bedrohung.“ Wenn sie nun Bilder von Anschlägen sähen, etwa Fotos mit viel Blut oder am Boden liegenden Menschen, dann könne das ein Auslöser für Angst und Unsicherheitsgefühle sein.“

Und was ist mit der Angst und den Unsicherheitsgefühlen der Deutschen?

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