Lachen über „Hippie State“

„Made in Germany“ – das war einmal ein Begriff für höchste Qualität und technische Kompetenz, die jede Konkurrenz in den Schatten stellte. Das ist leider längst Geschichte. Im Magazin des Bundesverbandes der mittelständischen Wirtschaft gibt es eine nett gemachte Beilage, für die Professor Dr. Jo Groebel Interviews mit Unternehmern aus dem Mittelstand führt – zumeist mit diesen alten weißen Männern, die heute nicht nur in Deutschland wegen ihres Erfolges, ihrer Erfahrung, ihres Wissens und ihrer Kompetenz so verhasst sind. Interviewt wurde etwa Friedhelm Runge (Jahrgang 1939) von EMKA GmbH & Co. KG. in Velbert (Nordrhein-Westfalen), dessen Firma mit 1.520 Mitarbeitern weltweit Beschläge und Dichtungen herstellt.

Runge antwortet auf Groebels Feststellung, Made in Germany habe immer noch einen hohen Stellenwert: „Das stimmt. Made in Germany gibt uns zehn bis fünfzehn Prozent mehr am Produkt als unseren Mitbewerbern. Aber Projekte wie der Berliner Flughafen oder das, was bei VW passiert ist, sorgen dafür, dass das gute Image bröckelt. Das VW-Spektakel war noch keine 14 Tage alt, da hatte ich schon unsere Großkunden im Haus, die die Preise drückten. Unsere Kunden machen sich weltweit lustig, und wir haben darauf keine Antwort.“

Die grüne (sic!) Bundestagsabgeordnete Lisa Paus bestätigt am 13. Juli 2016 in der „Berliner Zeitung“: „Man kann es so zusammenfassen: Die Stadt finden alle toll. Aber die Berliner Verwaltung halten angesichts der Skandale wie BER oder Lageso alle für eine Lachnummer, wahlweise ist man bestürzt. Ich war gerade mit einer Bundestags-Delegation in Griechenland, dem die Bundesrepublik ja viele gute Ratschläge für richtiges Regieren erteilt. Da kam dann schon die Reaktion der Griechen: Guckt euch doch eure Hauptstadt Berlin an, die Verhältnisse da sind doch nahe am ,Failed State‘.“

Da ist jeder Kommentar überflüssig.

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