Das Finanzsystem ist robust?

Das Finanzsystem sei robust, wird in üblicher Schönfärberei vom Pressedienst „Heute im Bundestag“ verbreitet. Grundlage der Meldung ist der Stabilitätsbericht der Bundesregierung. Von den Problemen des Finanzsystem hat man offenbar in Bundesregierung und Bundestag noch nichts vernommen, der sich durch den Kursverfall abzeichnende Problemberg „Deutsche Bank“ ist für die Regierung nicht zu erkennen: Die Auswirkungen des Niedrigzinsumfelds auf das deutsche Bankensystem seien bislang begrenzt. Die Widerstandsfähigkeit der Institute habe zugenommen: „Sie haben ihre Eigenkapitalausstattung verbessert und ihre Verschuldung reduziert.“

Vor dem Hintergrund darf man nach den Folgen des drohenden Zusammenbruchs der portugiesischen Staatsfinanzen und der Probleme der italienischen Banken nicht fragen. 360 Milliarden Euro faule Kredite haben die italienischen Banken in ihren Büchern stehen. Das ist weit mehr als das Volumen des deutschen Bundeshaushalts.

Und was ist mir Griechenland? Treuherzig versichert der Athener Zentralbankchef Yannis Stournaras, die griechischen Banken würden kein frisches Kapital benötigen. Im nächsten Satz folgt das Eingeständnis, etwa die Hälfte der von den Banken ausgereichten Kredite sei notleidend.
Es sitzt sich für die Berliner offenbar gut auf dem Pulverfass.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Euro ist stabil, Finanzpolitik abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s