Maisanbau nimmt dramatische Ausmaße an

Der Anbau von Mais ruiniert die Böden. Maisfelder bieten keinen Lebensraum für Vögel und andere Tiere, der massive Einsatz von Dünger führt zu einer starken Belastung der Gewässer und schließlich des Trinkwassers. Pflanzenschutzmittel und Unkrautvernichter führen zu Bienen- und Insektensterben. Was der massive Einsatz von Glyphosat bedeutet, kann jeder grüne Aktivist erzählen. Was kein grüner Aktivist erzählt und auch kein Blockparteienpolitiker: Der Maisanbau ist das Rückgrat der deutschen Energiewende. Der Mais wandert in die Biomasseanlagen, wo daraus mit massiven Subventionen der deutschen Stromkunden Energie erzeugt wird. Deshalb werden die Folgen des Maisanbaus von den Blockparteien verschwiegen. Alle profitieren: Landwirte, Anlagenbauer, grüne Investoren und Hersteller von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln. Nur die Natur und die Tiere haben in Deutschland schon lange keine Lobby mehr.

In einer Antwort der Bundesregierung auf eine Parlamentsanfrage wird das Ausmaß des Problemes deutlich. Wir lesen im Pressedienst „Heute im Bundestag“: „Immer mehr landwirtschaftliche Ackerflächen werden für den Anbau von Mais genutzt, der in Biogasanlagen für die Erzeugung von erneuerbarem Strom verwendet wird. Wie die Bundesregierung in ihrer Antwort (18/9203) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/8995) mitteilt, habe der Flächenbedarf für den Anbau von Biomasse zur Stromerzeugung 2006 circa 450.000 Hektar betragen. Bis 2014 sei der Flächenbedarf auf 1,4 Millionen Hektar gestiegen. Seit 2015 stagniere er auf diesem Niveau. Prozentual gesehen seien 2006 rund vier Prozent der gesamten deutschen Ackerfläche für den Anbau von Biomasse zur Stromerzeugung verwendet worden. 2015 seien es 11,8 Prozent gewesen.“

Diese Zahlen müssen nun in das richtige Verhältnis gesetzt werden, um das Problem zu erkennen: Vor zehn Jahren entsprach die Maisanbaufläche in Deutschland etwa der doppelten Größe des Saarlandes. Inzwischen handelt es sich um eine Fläche, die der Größe der Bundesländer Schleswig-Holstein oder Thüringen entspricht. Da Mais aber nur auf landwirtschaftlich genutzten Flächen angebaut wird, empfiehlt sich die landwirtschaftliche Fläche in den Bundesländern als Vergleich: Der Flächenbedarf von 1,4 Millionen Hektar entspricht der landwirtschaftlich genutzten Fläche von Baden-Württemberg! Durch die massive Flächenausweitung werden die Lebensräume der Tiere reduziert und geteilt, die Menschen werden durch Überdüngung und Schädlingsbekämpfungsmittel zum Beispiel gegen den Maiswurzelbohrer vergiftet.

Da die Bevölkerungszahl nicht geschrumpft ist, sondern durch Zuwanderung sogar weiter steigt, muss Getreide aus dem Ausland importiert werden. Dort sind die landwirtschaftlich genutzten Flächen nicht beliebig vermehrbar. In letzter Konsequenz wird also für für die deutsche Energiewende tropischer Regenwald abgeholzt.

Das sollte jeder wissen, der seinen Ökostrom von Greenpeace und anderen Scharlatanen kauft.

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