Zittern vor Donald T.

Die schiere Panik bricht derzeit aus im rot-grünen medialen Komplex unseres Landes – zeichnet sich doch ab, dass die amerikanischen Wähler partout anders ticken als die Redaktionspopulationen in Dinkeldeutschland es gerne hätten.

Vor allem haben sie alle Angst vor dem 9. November 2016, wenn sie ihren Lesern und Hörern erläutern müssen, warum der eine Kandidat, der so abgrundtief und einzigartig böse, hinterhältig, fies, indiskutabel, hetzerisch und verlogen ist, ungefähr genauso viele (oder gar mehr?) Stimmen bekommt wie die lichte Kandidatin, die fair, weltgewandt, ausgeglichen, zuverlässig, glaubwürdig, modern und einfach toll ist.
Dieser Tage kann man im Deutschlandfunk sehr fein beobachten, wie die Manipulation der Berichterstattung im Detail funktioniert.

Zum einen gehört dazu die Dämonisierung von Donald Trump. Diese muss immer und unter allen Umständen geleistet werden – selbst dann, wenn über mögliche Verfehlungen von Hillary Clinton berichtet wird. Beispielhaft hier der Kommentar von Markus Pindur im Deutschlandfunk. Der hat nämlich weltexklusiv herausgefunden, dass das FBI in Sachen eMail-Konten Clintons und ihrer Entourage etwas untersucht, was bereits längst widerlegt wurde. Dass FBI-Chef Comey, den Pindur als willfährigen, ja sogar strafbar agierenden Parteigänger Trumps denunziert, einen Tag zuvor von Präsident Obama ausdrücklich öffentlich in Schutz genommen wurde, erfährt der desinformierte DLF-Demokratie-Abgeber leider nicht.

Dass dieser Wahlkampf schmutzig und hart geführt wird, bekommt jeder mit, der sich Originalquellen in den USA anschaut. Aber dass dies ausschließlich von Seiten Trumps passiert, ist eine nur in hiesigen Medien inszenierte Falschwahrnehmung. Nur sehr wenig (oder gar nichts) erfährt man von dem Skandal um eine Top-Mitarbeiterin Clintons, die aus dem CNN-Sender heraus vorab Fragen eines Fernsehduells mit Bernie Sanders an Clinton verraten haben soll. Die Belege sind massiv, sie werden in den USA breit diskutiert – in deutschen Medien spielt der Vorgang kaum eine Rolle. Dabei ist er unter Umständen wahlentscheidend: die linksradikalen Sanders-Anhäger könnten wütend zuhause bleiben und so Clinton entscheidende Stimmen kosten. Oder, nächste Frage: Wer in Deutschland weiß schon, dass Clinton jüngst sagte: „You could put half of Trump’s supporters into what I call the basket of deplorables.“. Die Frau, die US-Präsidentin werden will, hat Millionen Amerikaner also als bedauernswerte Geschöpfe abqualifiziert, die in einen Eimer zu stopfen sind.

Dass der hiesige Medien-Mainstrem diese beiden Fakten ungern vermeldet, hat einen Grund: Sie spiegeln nämlich exakt das wider, was auch hier in Deutschland praktiziert wird: Kumpanei von Medien mit Politikern mittels abgesprochenen Zitaten, gefakten Interviews und arrangierten Stories. Und die Verachtung für all jene, die anders denken und anders wählen als man selbst. Die Sorge, dass das alles nicht mehr verfängt, ist der Grund, warum das hiesige Establishment vor einem Trump-Sieg zittert.

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