Die Papierkörbin

Dieser Antrag der Linken-Ratsfraktion in Flensburg ist reif für die Papierkörbin. Aber lesen Sie selbst ehe Sie das Machwerk in bester patriachalischer Manier dahin verfrachten:

„Gendergerechte Sprache – Teil 1: Für Arbeitsgeräte/-mittel, anzuwenden im Sprachgebrauch der Gremien aller Arbeitsbereiche der Stadt Flensburg

Antrag der Ratsfraktion Die Linke

Antrag: Ab sofort werden Arbeitsgeräte/-mittel aus allen Arbeitsbereichen der Stadt Flensburg genderneutral bezeichnet. Dies gilt insbesondere für grammatisch mit maskulinem Artikel („der“) bezeichnete Arbeitsgeräte/-mittel:

• Bezeichnungen, die Berufsbezeichnungen nachgebildet sind: der/die ScannerIn, der/die ComputerIn, der/die BleistiftanspitzerIn, der/die KopiererIn, der/die StaubsaugerIn usw.
• weitere Bezeichnungen sollten bestehenden Doppelformen kreativ nachgebildet werden: der/die Papierkorb/-körbin, der/die Briefkopf/-köpfin, der/die AbfalleimerIn usw.
Ausgenommen davon sind Nomen,..
• die mit einem Nominalisierungssuffix (-keit, -heit, -ung usw., insbesondere wenn sie dabei den femininen Artikel „die“ tragen) gebildet werden, z.B. die Sitzung, die Tagesordnung usw.
• die grammatisch einen neutralen Artikel („das“) tragen: das Papier, das Dokument usw.
• die einen Ort bezeichnen (der Flur, die Kantine, die X. Etage, der Wartebereich usw.)

Begründung:

Es ist im Sinne einer sozial gerechten und antidiskriminerenden Gesellschaft nicht hinzunehmen, dass Nomen, die ein Arbeitsgerät/-mittel bezeichnen, häufig nur mit maskulinen Artikeln gebraucht werden. Dies verlängert die patriarchalische Gewohnheit, dass menschliche, mechanische oder technologische Arbeitsleistung als überwiegend „männlich“ charakterisiert wird. Auch im Bereich der modernen Technologie werden viele dieser Nomen noch immer mit einem „männlichen“ Artikel verwendet. – Im Sinne eines genderneutralen bzw. alle Gendertypen umfassenden Sprache ist daher eine Doppelform anzuwenden. Dies hat für die mündliche und schriftliche Sprache in allen Bereichen der Verwaltung sowie der Kommunalpolitik der Stadt Flensburg zu gelten.“

Im Internet wird von Gender-Verteidigern gerne darauf hingewiesen, dass es sich um eine Satire handele. Das wird mit dem Ziel des Antrags, Flensburg sei ein „wunderbares Erlebnis“, begründet. Das sind alles Ausflüchte. Es gehört zum linken Sprachduktus, von wunderbaren Erlebnissen zu sprechen, aber was anderes zu meinen. So nennt sich etwa die mit Leichen hantierende angebliche Künstlergruppe „Zentrum für politische Schönheit“. Der Antrag der Flensburger Linken ist keine Satire, sondern steht – deutsch gründlich, wie sich das für Kommunisten gehört – in der Dokumentensammlung der Stadt Flensburg für deren Ratssitzungen und ist hier zu finden.

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Eine Antwort zu Die Papierkörbin

  1. Hat dies auf Des katholischen Kirchfahrters Archangelus unbotmäßige Ansichten – ob gelegen oder ungelegen. rebloggt und kommentierte:
    Wer bislang noch Zweifel hatte, dass der sog. „Genderismus“ in den Bereich der Psychopathologie gehört, wird nunmehr eines Besseren belehrt. Traumatische „Retter“-Phantasien, verbunden mit einer ausgeprägten Ratiophobie führen zu teilweisem bis vollständigem Realitätsverlust. Das Endresultat: Die Papierkörbin…

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