Die Kultur des Todes

Der Feind steht in unserem Land, bedroht unser Volk, ermordet unsere Mitbürger. Am Breitscheidplatz in Berlin starben bei einem Anschlag zwölf Menschen, Dutzende sind schwer verletzt. Und was schreibt Lügenpresse? Der „Vorfall“ (sie haben den Anschlag tatsächlich so bezeichnet) ist offenbar völlig normal, kann überall in Deutschland passieren Die Zeiten sind halt so, wie sie sind, etwas unsicher eben.

So schreibt Stephan-Andeas Casdorff, Chefredakteur des siechenden Berliner „Tagesspiegel“: „Vielleicht ist das alles ganz normal. Vielleicht haben wir uns nur der Tatsache entwöhnt, dass die Geschichte Zeiten voller Unrast kennt.“ Sind also in Weihnachtsmärkte rasende Lkw der Normalfall? In der ebenfalls siechenden Tageszeitung „Die Welt“ beschreibt Florian Flade, wie schwer es ist, einen „Gefährder“ zu überwachen, wenn dieser vier verschiedene Identitäten benutzt. Er bezweifelt, dass man ihm mit Überwachung und elektronischen Fußfesseln beikommen könne, „denn immerhin handelt es sich um Menschen, die häufig noch keinerlei Straftaten begangen haben“. Flade bricht eine Lanze für „Gefährder“, von denen einer immerhin zwölf Menschen umgebracht hat: „Eine offene pluralistische Gesellschaft aber muss politischen Extremismus und religiösen Fanatismus bis zur Grenze der Strafbarkeit aushalten. Die Gedanken, auch von ,Gefährdern‘ müssen frei bleiben.“ Wie wäre es noch mit einer kostenlosen Monatskarte für Gefährder?

Der eben zitierte verbale Müll wird von Spiegel online noch getoppt. Dort schreibt Stefan Kuzmany, Leiter des Ressorts Meinung und Debatte im Berliner Spiegel-Büro: „Aber obwohl der Anschlag in Berlin stattgefunden hat, in der Stadt, in der ich seit bald 15 Jahren lebe, bleibt mir der Horror abstrakt, als wäre das alles in einem fernen Land geschehen.“ Natürlich hat sich Kuzmany Gedanken gemacht, was gewesen wäre, wenn er auch unter die Räder gekommen wäre: „Wenn ich daran denke, dass auch wir dort hätten stehen können, als der Lkw in die Menschenmenge gerast ist, dann schaudert es mich. Aber nur kurz. Wir waren nicht dort. Was bringt es, sich das auszumalen. Ich habe anderes zu tun.“

Für Kuzmany handelt es sich offenbar „bloß um Leichenmüll, der dem eigenen Offene-Grenzen-Mantra ein bißchen in die Quere gekommen ist“, schreibt Akif Pirincci entsetzt.

Die Berliner Politik hat von Lügenpresse kräftige Schützenhilfe erhalten. Fragen nach Verantwortlichkeiten werden nicht gestellt, Fragen nach dem Verhalten der politischen Klasse auch nicht. Das Fernsehen zeigt Bilder von singenden Menschen auf dem Berliner Breitscheidplatz, die in die Mikrofone rufen, sie würden sich nicht unterkriegen lassen. Am Ort des Anschlags, wo Blut der Opfer noch am Boden klebt, haben die Buden wieder geöffnet, verkaufen Glühwein. Das sind Bilder aus einem Land, dessen Einwohner offenbar die Fähigkeit zum Trauern verloren haben und orientierungslos und angesoffen von der Glühweinbude zum Würstchenstand torkeln und wieder zurück. Das ist die von Kardinal Meisner schon vor langem beschriebene „Kultur des Todes“.

Die Angehörigen der politischen Klasse sind die Hohepriester dieser „Kultur des Todes“, denen die Opfer egal und denen das Leid der Verletzten gleichgültig ist. Gewiss, der Bundespfaffe war zu Besuch bei Verletzten im Krankenhaus. Aber wo war die Bundeskanzlerin? Vera Lengsfeld weist darauf hin, dass Angela Merkel bis heute kein Wort des Mitgefühls zu den Angehörigen des vom Attentäter getöteten polnischen Lkw-Fahrers verloren hat. Bedauert hat sie nur, dass der Täter Flüchtling ist. Von Anstand sollte diese offenbar empathiefreie Politikerin besser nie wieder reden.

Innenminister Thomas de Maiziere (CDU) stellt lakonisch fest, dass man mit der Terror jetzt leben müsse. Er reiht sich damit in den Chor der Politiker ein, die uns weismachen, absoluten Schutz könne es nicht geben. Das verlange auch keiner, stellt Alexander Kissler auf cicero.de richtig fest. Aber auf Schutz vor islamistischen Anschlägen haben die Bürger einen Anspruch. „Und damit auf Weihnachtsmärkte, in die kein Attentäter einen Lkw steuert, auf Flüchtlingsheime, in denen keine Bomben gebastelt werden, auf Grenzen, die sich Kriminellen nicht öffnen. Versagt der Staat in der elementaren Aufgabe,, Leib und Leben seiner Bürger zu schützen, kann er kaum Loyalität auf anderen Feldern einfordern“, schreibt Kissler.

Roland Tichy zieht eine Linie von der Kölner Silvesternacht bis zum Berliner Breitscheidplatz: „Das kommt von der unbegrenzten Grenzöffnung und dem Verzicht auf jegliche Kontrolle, was die Bundeskanzlerin zu verantworten hat.“

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