Windräder nehmen sich den Wind weg

Zu den Märchen der Energiewendelügner gehören Aussagen wie „Die Sonne schickt keine Rechnung“ oder „Irgendwo weht der Winden immer“. Die Sonne schickt zwar keine Rechnung, scheint aber selbst tagsüber nicht immer, was die Photovoltaik völlig unzuverlässig macht. Und Windenergie ist nicht unendlich steigerbar, auch wenn das gerade in Deutschland mit der Folge einer gigantischen Naturzerstörung geglaubt und umgesetzt wird.

Im ab 2020 atomkraftfreien und einige Zeit später kohlestromfreien Deutschland müssen jede Menge Windräder gebaut werden, um den notwendigen Strom zu erzeugen. Hinzu kommt: Strom verbrauchen nicht nur die Menschen, die schon länger hier leben, um es einmal in der verquasten Sprache unserer Kanzlerin zu sagen. Die kürzlich zugereisten Gäste von Angela Merkel lassen den Stromverbrauch in die Höhe schnellen.

Halten wir uns einfach an die Zahlen der Regierung: Die erwartet bis 2020 eine Nettozuwanderung von 2,5 Millionen Menschen. Daraus ergibt sich nach Berechnungen des RWI-Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung ein zusätzlicher Stromverbrauch von 0,5 Prozent des deutschen Haushaltsstromverbrauchs. Es handelt sich um gigantische 649 Millionen Kilowattstunden. Damit ist das Energiekonzept der Bundesregierung schon jetzt gescheitert. Es sieht bis 2020 eine Senkung des Stromverbrauchs um zehn Prozent vor. Das kann nur funktionieren, wenn die privaten Haushalte, zu denen ja auch Merkels Migranten-Gäste gehören, den Stromverbrauch massiv senken und nicht erhöhen.

Kommen wir zum nächsten Punkt: Die Grünen fordern das Ende des Verbrennungsmotors ab 2030. Die CDU wird in Kürze, vermutlich nach der Bundestagswahl (um nicht so viele Autofahrer zuvor zu verschrecken) diese Forderung der Grünen übernehmen. Sage niemand, das sei illusorisch. Ist es nämlich nicht, wenn man an den Kohleausstieg denkt. Die Kampagne brauchte nicht einmal ein Jahr, um einen gesellschaftlichen und politischen Konsens über den Kohleausstieg zu erreichen. Nur über das Datum wird noch gestritten. Unser Ex-Wirtschaftsminister, der dicke Sigmar Gabriel (SPD), strich ein verbindliches Zieldatum für den Kohleausstieg zwar wieder aus dem Klimaschutzplan seiner Parteifreundin und Umweltministerin Barbara Hendricks, aber in der nächsten Fassung des Plans steht wieder ein Datum drin – wetten? Und in der postfaktischen deutschen Zivilgesellschafft sind Vorträge zur notwendigen Netzstabilität und Versorgungssicherheit sinnlos.

Zur Stromversorgung von Merkels Gästen, der Flotte der E-Autos und zur Versorgung des Teils der Bevölkerung, der schon länger hier lebt, müssen dann neue Windräder gebaut werden. Roger Letsch hat auf mmnews.de nachgerechnet. Um die Energie zu erzeugen, die im Jahr 2014 in Form von Benzin und Diesel verbraucht wurde, müssten 33 neue Atomkraftwerke gebaut werden. Diese Rechnung funktioniert aber nicht. Es ist Konsens in Deutschland, dass alle Atomkraftwerke abzuschalten sind und nicht etwa neue gebaut werden.

Derzeit sorgen die 26.800 installierten Windräder für 13,3 Prozent der deutschen Stromerzeugung. Um diesen Anteil auf 100 Prozent zu steigern, wären laut Letsch weitere 115.000 Anlagen notwendig. Zur Deckung des Bedarfs an Elektromobilität müssten weitere 29.666 Anlagen gebaut werden. Das „macht etwa 171.500 Anlagen oder je 2,1 Quadratkilometer in Deutschland ein Windrad oder alle 1,45 Kilometer in jede Richtung ein Windrad, egal ob Hochgebirge, Münchner Innenstadt, Naturschutzgebiet oder Arena auf Schalke“.

Für das grüne Großbürgertum, das das geerbte Geld überwiegend in Windräder steckt, wäre das kein Problem. Umwelt- und Landschaftsschutz sind für diese Leute Relikte aus spätbürgerlicher Helmut-Kohl-Zeit. Wenn da nur die Physik nicht wäre. In der amerikanischen Fachpostille „Proceedings oft the National Academy of Sciences“ (warum nicht in einer deutschen Fachzeitschrift?) haben Forscher des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena Studienergebnisse veröffentlicht, die dem Ausbau der Windkraft keine große Zukunft mehr geben. Ihre Untersuchung ergab, was früher jeder Schüler aus dem Physikunterricht gewusst hätte: „Jede Windenergieanlage entzieht dem Wind Energie, so dass viele Anlagen großräumig zu verringerten Windgeschwindigkeiten in der Atmosphäre führen sollten. Dieser Effekt geht über den Windschatten hinter jeder einzelnen Anlage hinaus. Die langsamere Windgeschwindigkeit verringert dann die Energieerzeugung jeder einzelnen Windkraftanlage.“ (Wir haben schon früher darauf hingewiesen, dass die zunehmende Energieentnahme aus dem Wind Regenwolken länger in Tallagen verharren lässt, wo sie sich ausregnen und zu Überschwemmungen führen, was von den Grünen aber wieder als Folge des Klimawandels dargestellt wird. In Wirklichkeit handelt es sich um Folgen von Klimawandelbekämpfungsmaßnahmen)

Eigentlich ist der Ausbau der Windkraft heute kaum noch steigerbar: Dr. Axel Kleidon, Gruppenleiter am Max-Planck-Institut für Biogeochemie, führt aus: „Wir finden diese dramatischen Effekte bei Abständen zwischen einzelnen Windkraftanlagen, wie man sie heute häufig in Windparks an Land antrifft.“ Für den weiteren Ausbau der Windenergie würde dies bedeuten, dass man wahrscheinlich auf deutlich größere Abstände zwischen den Windkraftanlagen setzen sollte, um die heutige Effizienz von Windkrafterzeugung auch in Zukunft zu erreichen. Soweit das Max-Planck-Institut.

Diese wenigen Angaben zeigen, dass die Energie und Klimaschutzpolitik von Bundesregierung und Blockparteien mittelfristig vor dem totalen Scheitern stehen wird. Die grünen Investoren, die die Märchen vom immer vorhandenen Wind geglaubt haben, werden ihr Geld komplett verlieren.

Wir gehen davon aus, dass die Bundesregierung in Kürze drastische Konsequenzen ziehen wird. Dem Leibniz- und dem Max-Planck-Institut dürften die Forschungsmittel gestrichen werden. Denn was nicht wahr sein darf, kann auch nicht wahr sein.

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Eine Antwort zu Windräder nehmen sich den Wind weg

  1. Klasse Beitrag! Wir schreiben gerade über ein ähnliches Thema, vielleicht schaust du ja mal vorbei http://www.frischerwindimnorden.wordpress.com

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