Angriffe auf Asylbewerber: Achtung Fakenews von links

Die Schlagzeilen sind eindeutig: „Mehr als 3.500 Angriffe auf Flüchtlinge“ titeln etwa FAZ.net und hunderte andere Zeitungen, Radiosender und Fernsehnachrichten. Sie folgen einer Meldung, die von der Bundestagsfraktion der „Linken“ am Karnevalswochenende angestoßen wurde. Genutzt wurde dazu eine Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linken. Diese Anfrage und die Antwort (Drucksache 18/11298) sind für jeden Bürger online einsehbar. Auffallend ist: Kein einziges Online-Medium verlinkt auf die Quelle im Parlament. Denn dann würde jeder Bürger innerhalb von Minuten merken, dass er seit drei Tagen mit Fakenews á la Linkspartei überschüttet wird. Tatsache ist: Die offizielle Statistik, auf die sich die Zeitungen der „Funke-Mediengruppe“ beziehen, gibt die Schlagzeile „mehr als 3.500 Angriffe auf Flüchtlinge“ einfach nicht her. Im Einzelnen:

Die Aufstellung des Bundesinnenministeriums listet mehr als 20 verschiedene Straftatbestände auf, die „erkennbar im Zusammenhang mit der Asylthematik stehen“, insgesamt rund 3.750 Fälle im Jahr 2016, bundesweit. Auffallend ist, dass zwei Delikte überproportional begangen wurden: Die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen (vulgo: Hakenkreuzschmierereien, §86a StGB) wurde 465 mal, „Volksverhetzung“ (§130 StGB) 1.166 mal registriert. Beide Gruppen, die den politischen Straftaten zuzuordnen sind und keineswegs „Anschläge“ umfassen, machen rund 43% der erfassten Delikte aus. Weitere 614 sind Sachbeschädigungen (§303f. StGB, 16%), 321 sind Beleidigungen (§185 StGB, 9,3%).

Das, was der gemeine Leser üblicherweise unter „Angriff“ und „Anschlag“ versteht, liegt hinter Zahlen solcher Delikte: Körperverletzung 518 Fälle, Nötigung 40 Fälle, Verstoß gegen Sprengstoffgesetz 13 Fälle, Mord- und Totschlagversuche jeweils fünf Fälle, Brandstiftung – die typische Tat von Extremisten gegen Asylunterkünfte – 97 Fälle, zwölf Fälle von Hausfriedensbruch sowie mehrere andere Delikte im niedrigstelligen Bereich.

Um es klar zu sagen: Keine dieser Straftaten ist zu verharmlosen, gar zu billigen. Sie alle müssen mit der vollen Härte des Gesetzes verfolgt werden. Aber es geht darum, die Verhältnisse dieser Linken-Scheinstatistik geradezurücken. Denn das, was die Altkommunistin Ulla Jelpke erregt unter „Gewalttaten“ subsummiert, sind es eben nicht immer. Die Linke will, dass diese Taten „als ein zentrales Problem der inneren Sicherheit“ wahrgenommen werden – und viele Medien und ihre unreflektierenden Schreiber helfen ihr fleißig dabei.

Wie aber sieht ein solches „zentrales Problem“ denn bitte aus? Nun, man könnte die statistische Belastung Betroffener mit ausgewählten Kriminalitätsformen und Delikten messen. Also – wie das BMI in seiner Statistik – feststellen, dass es im Jahr 2016 „im Zusammenhang mit der Asylthematik“ 518 Körperverletzungen gab. Und 40 Nötigungen. Und 614 Sachbeschädigungen (die aber für Linke und Grüne sicher nicht sooo schlimm sind, ist ja nur „Gewalt gegen Sachen“, oder?). 97 Brandstiftungen, je fünf Mordversuche und Totschlagsfälle – all diesen Verbrechen waren die rund 1,2 Millionen Asylbewerber im Jahr 2016 ausgesetzt.

Ist das nun viel oder wenig? Nun, die Tücke solch absolut gesetzter Statistikzahlen besteht darin, dass die meisten Menschen keine Vorstellung davon haben, was „viel“ ist und was „wenig“. Blicken wir doch mal nach Berlin, seit Jahren solide rot-grün regiert, mit 3,5 Millionen Einwohnern fast genau dreimal so viel Menschen beherbergend wie es derzeit Asylbewerber in Deutschland gibt. Und was erlebt der durchschnittliche Berliner Einwohner so, rein kriminalitätsmäßig? Nun im Jahr 2015 waren dies: 40.600 Körperverletzungen, 5.147 Nötigungen, 41.000 Sachbeschädigungen, 586 Brandstiftungen, 112 Morde, Mordversuche und Totschlagfälle. Dividiert man all diese Zahlen durch Drei, setzt sie also in Bezug zu 1,2 Millionen Berlinern, sieht es so aus (immer bereinigte Zahl Berliner/Asylbewerber):

Körperverletzungen 13.533/518; Nötigungen 1715/40; Sachbeschädigungen 13.666/614; Brandstiftungen 195/97; Morde, Totschlag 37/10. Jede dieser Taten ist eine zuviel, jede muss verfolgt und geahndet werden – aber als Straftat, nicht als propagandistisch aufgemotzte Polit-Show kommunistischer Altkader, die sich ihre Fakenews bis 1989 von ihrem früheren Ammenstaat „DDR“ finanzieren ließen – nur dass dies damals noch Propaganda hieß.

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5 Antworten zu Angriffe auf Asylbewerber: Achtung Fakenews von links

  1. Marcus Junge schreibt:

    Selbst die aufgeschlüsselten Vorfälle darf man nicht glauben: “ … 518 Körperverletzungen gab. Und 40 Nötigungen. Und 614 Sachbeschädigungen (die aber für Linke und Grüne sicher nicht sooo schlimm sind, ist ja nur „Gewalt gegen Sachen“, oder?). 97 Brandstiftungen, je fünf Mordversuche und Totschlagsfälle …“.

    Schon vergessen was in Brandenburg der rote Landeschef dem RBB sagte „Wir verbuchen einfach alles unter Nazi-Angriff, wenn wir nicht genau sagen können, daß es keiner war“ (oder so ähnlich, nur inhaltlich zitiert)
    https://www.pi-news.net/2016/09/jeder-uebergriff-wird-als-rechts-gezaehlt/

    Außerdem das Thema beachten, „Angriffe auf Invasoren“ – können auch von anderen Invasoren oder schon länger in der BRD befindlichen Südlandtalenten gemacht werden. Wo steht, daß diese rausgerechnet sind? Wenn Türke Ali, seit 20 Jahren „hier“ (und nie angekommen), den Syrer Schlagmichtot verprügelt, dann ist dies doch ein „Angriff auf einen Invasor“ und damit Teil dieser Lügenstatistik. Oder?! Erst heute beim Kopp-Nachrichtenüberblick, 3 Syrer verprügeln 2 Mann „Security“ (Türken) (mal Mann beißt Hund, zur Auflockerung). Und was ist mit der „Handgranate auf Asylbunker“-Tatarenmeldung? Also jene Handgranate, die vor dem Container der „Security“ lag, weil da „Security“ gegen „Security“ (auf beiden Seiten Ausländer) um das Revier rangen? War ja auch ein Nazi-Vorfall, laut Lügenmedien und Verbrecherpolitikern. Oder die Blockade des Busses mit Invasoren bei Dresden und der Lügenmedienaufschrei über diese Sitzblockade = Nötigung und total phöse. Oder Tröglitz und der Brand oder oder oder.

    Wer also Statistiken der BRD-Junta einfach glaubt, darf auch gleich wieder Merkel / Schulz / Wagenknecht und Co. wählen gehen.

    Ganz nebenbei, dies ist immer noch der große Austausch, die Umvolkung, also schleichender Völkermord (siehe Definition Völkerstrafgesetzbuch §6 bei 1-3 und offener Bruch des GG, wonach dies hier das Land der Deutschen ist und das Staatsvolk auch als deutsch definiert ist). Die Junta-Justiz macht fleißig dabei mit, die Knüppelgarde ebenso und der Militärtrachtenverein schleust Invasoren über das Mittelmeer. Abhilfe ist daher nicht zu erwarten, womit das Widerstandsrecht gilt und nicht jeder „Angriff auf Invasoren“ daher illegal ist, was aber erst eine Justiz nach der BRD feststellen können mag, sofern es dann noch ein Deutschland gibt. So wie der Widerstand gegen die DDR oder das 3. Reich, hinterher war es dann immer total legal. Schön das auch hier wieder (fast) keiner was gelernt hat und stattdessen treu-doof die Regeln der Verbrecher zu beachten gedenkt.

  2. Helmut Groddeck schreibt:

    Danke für diese notwendige Präzisierung der Problematik.
    Angesichts der Tatsache, daß die ursprüngliche undifferenzierte Aussage „Mehr als 3.500 Angriffe auf Flüchtlinge“ unausgesprochen impliziert, die Täter seien allesamt wir Deutsche (ob „rechtes Pack“, „Dödel“, „Abgehängte“, „gröhlende Dunkeldeutsche“, „Nazis“ oder wer auch immer), greift das alleinige Herunterbrechen auf die Zahlen der wirklichen Angriffe und Anschläge m.E. entschieden zu kurz! Von vielen der Gewalttaten (incl. der fahrlässigen und mutwilligen Brandstiftungen) ist unzweifelhaft aktenkundig bekannt, daß die Täter selber Migranten sind, und nicht etwa Biodeutsche (bzw. Menschen, die schon länger hier leben, ob mit oder ohne Migrationshintergrund). Selbst wenn die Statistik keine Aufschlüsselung nach Tätergruppen ermöglichen sollte (was ein unverzeihlicher Mangel wäre), fehlt der Hinweis auf diesen den Kernvorwurf weiter minimierenden Aspekt.

  3. Sorgenvoll schreibt:

    Die Frage ist ja außerdem: Wird bei den Gewalttaten aucGewalt von Flüchtlingen gegen Flüchtlinge erfasst? Von dieser ese ich häufig – ich kann mich jedoch kaum erinenrn, wann ich das lezte mal von Gewalt eines Einheimischen gegenüber Flüchtlingen gelesen habe.

  4. Gehlhardt schreibt:

    Berlin wird keinesfalls, so wie es im Text steht, seit Jahren Rot-Grün regiert. Die Grünen waren in Berlin sogar sehr selten im Senat vertreten. Zuletzt vor 25 Jahren unter Walter Momper. Ganze vier Jahre seit ihrer Gründung.

  5. ErikaIM schreibt:

    ….und unberücksichtigt gelassen die vielen Fälle, in denen Migranten oder deutsche mit Migrantenhintergrund durch false-Flagg Initiativen Vorteile erhoffen, gegen andere vorgehen, Unterkünfte anzünden, Jüdische Einrichtungen schänden etc…Es ist schon auch entscheidend, wenn man politisieren will, wer mit welcher Intention diese taten begeht, die „erkennbar im Asylzusammenhang“ stehen.Aber dann würde ja noch weniger „Material“ zur Bekämpfung von Rechtsextremismus zur Verfügung stehen, je weniger echte rechtsextremistische Taten existieren.Karnevalistisch gesagt, gibt es bereinigt wahrscheinlich überhaupt keine rechtsextremen Taten, betreibt man nicht statistische Manipulation.

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