Wirklichkeitsjongleure als Opfer

Wesentliche Aufgabe des vom rot-grün-schwarzen politisch-medialen Komplex in die Welt gesetzten „Fake News“-Gequengels ist die Verschiebung der Agenda. Das, was früher Propaganda hieß, heißt heute eben „Fake News“ – und erfüllt allein den Zweck, Andersdenkende zu stigmatisieren und abweichende Ansichten zu neutralisieren. Nebenbei soll es auch dazu dienen, die Wirklichkeitsjongleure in der Regierung als „Opfer“ darzustellen. Ein originelles Beispiel dafür liefert Aydan Özoguz, in der Merkel-Regierung „Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration“ und stellvertretende SPD-Vorsitzende. Sie sagt: „Diejenigen, die versuchen, die Gemeinschaft zu organisieren, dazu zählen auch wir Politiker, müssen immer wieder zu Falschmeldungen Stellung beziehen. So viel kann man gar nicht richtig stellen, wie im Netz gelogen wird. Ich habe das selbst erfahren mit einer Meldung, bei der die meisten wohl noch lachen würden. Sie lautete: Özoguz fordert, dass jede Frau eine Burka tragen soll. Es gab Menschen, die glaubten das und fragten nach: Hast Du sowas gesagt? Das ist dramatisch, weil es nicht immer Dinge sind, die man so einfach als falsch identifizieren kann.“ (in: „Herder-Korrespondenz“ 3/2017, S. 18)

So, so: Es gab also „eine Meldung“. Wo stand die denn? Bei einer Nachrichtenagentur? Auf einer Verschwörer-Homepage? Bei Aluhutträgern und Ufo-Sammlern? Nun, dieser – für jeden Bürger erkennbar – bescheuerte Satz wurde zuerst auf schutzengel-orga.de veröffentlicht. Hierbei handelt es sich um eine Satireseite (übrigens ziemlich flach und unlustig).

Tipp ans Kanzleramt: Dass es Satire ist, sieht man am Inhalt und liest man groß in der Seitenüberschrift („alles nur Satire“). Nun, dass es schlichte Gemüter gibt, die Satire ernst nehmen und entsprechend auf ihrer Facebook-Seite weiterverbreiten, weiß jeder Konsument des Postillon oder der heute show (wobei letztere allerdings gaaanz sicher nie einen bösen Witz über Özoguz machen würde).

Fazit: Frau Özoguz nimmt einen Satirebeitrag als „Meldung“, die man „richtigstellen“ müsse (wenn man kurz Pause macht beim „Gemeinschaft organisieren“…). Was also will die Staatsministerin nun verhindern? Satire? Doofe Menschen, die diese nicht verstehen? Oder soziale Netzwerke, über die Bürger diese Satire verbreiten?

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Eine Antwort zu Wirklichkeitsjongleure als Opfer

  1. dralexisco schreibt:

    “ Das, was früher Propaganda hieß, heißt heute eben „Fake News“ – und erfüllt allein den Zweck, Andersdenkende zu stigmatisieren und abweichende Ansichten zu neutralisieren. “

    Das ist so unscharf formuliert, daß es für mich nahezu falsch klingt.
    Was aktuell als „Fake News“ etikettiert wird, hätte man früher als „Feindpropaganda“ bezeichnet;
    im Zusammenhang mit Regierungspropaganda fallen eher Begriffe wie „Lückenpresse“, MSM u.ä.

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