Wie man die Islam-Klippe umschifft

Stephan-Andreas Casdorff ist Chefredakteur des siechenden Berliner Tagesspiegel und im politisch-medialen Komplex ganz fest verankert. So einer wie Casdorff muss sämtliche Rede-, Denk- und Sprechverbote im Hippie State Deutschland aus dem effeff beherrschen, sonst ist die Karriere schnell vorbei, wie der Fall des Chefredakteurs der Rhein-Zeitung zeigt. Aber Casdorff beherrscht das Feld, wie die täglich von ihm zu schreibende Rubrik „Casfdorffs Agenda“ über dem E-Mail-Nachrichtendienst seiner Zeitung zeigt. Am Montag, den 10. April 2017, blieb auch Casdorff nichts anderes übrig, als über die jüngsten von Moslems begangenen Terroranschläge gegen christliche Kopten in Ägypten zu schreiben. Der Text zeigt lehrbuchhaft, wie man sich im politisch-medialen Komplex erfolgreich über Wasser halten kann.

Casdorff: „Wieder kommen viele Christen in Ägypten um.“

Anmerkung: Einfach so. Die sterben offenbar wie die Fliegen.

Casdorff: „Die Anschläge zu Beginn der Karwoche lenken den Blick darauf, dass sie die größte verfolgte Glaubensgemeinschaft weltweit sind.“

Anmerkung: Aha, jetzt wird er konkreter. Die Christen sterben nicht einfach so, sondern wurden Opfer von Anschlägen.

Casdorff: „Tausende Christen wurden in den vergangenen Jahren Opfer von Terrorismus. Ihre Lage verschärft sich.“

Anmerkung: Es waren also Terroristen. Kommen wir der Ursache jetzt näher Herr Casdorff?

Casdorff: „Allein im Jahr 2016 wurden 7.100 ermordet und 2.406 Kirchen angegriffen. Nicht nur, dass Christen – einem Exodus gleich – den Nahen Osten verlassen, wie das Hilfswerk ,Open Doors‘ sagt, die ,Verfolgung im Stil ethnischer Säuberung greift auch auf Afrika über‘.

Anmerkung: Jetzt erfahren wir immerhin, dass Christen verfolgt werden – aber von wem, Herr Casdorff? Wer greift da auf Afrika über? Vielleicht wird er jetzt konkreter.

Casdorff: „Was daraus folgt, ist nur logisch: Deutschland, Europa, die Weltgemeinschaft müssen wachsenden religiösen Fanatismus ächten. Ein Volker Kauder, Unionsfraktionschef im Bundestag, der beständig darauf aufmerksam macht, reicht allein nicht.“

Anmerkung: Wachsender religiöser Fanatismus, aha. Aber wer ist denn so fanatisch: Hindus? Buddhisten? Oder steckt gar Putin dahinter? Oder Trump? Das sind doch auch so Fanatiker.

Casdorff: „Er (gemeint ist wohl Kauder) braucht Staatsleute an seiner Seite, die das Thema erkennen und diese Notwendigkeit anerkennen: dass Staaten, Kirchen und alle friedliebenden Religionsgemeinschaften miteinander die Religionsfreiheit verteidigen.“

Anmerkung: Nun, alle friedliebenden Religionsgemeinschaften, das klingt doch schon mal gut. Aber welche gehört denn nicht dazu, Herr Casdorff?

Casdorff: „Die Augen richten sich hier auf den neuen Außenminister, Sigmar Gabriel, der ja schon manchen besonderen Akzent gesetzt hat. Hier täte er besonders Not.“

Anmerkung: Ja gegen wen oder was soll denn unser Dickerchen Akzente setzen, Herr Casdorff? Vielleicht gegen den Islam? Nein, so weit darf Casdorff nicht schreiben und schon gar nicht denken. Sonst wäre er die längste Zeit Chefredakteur des Tagesspiegel gewesen.

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Eine Antwort zu Wie man die Islam-Klippe umschifft

  1. Hat dies auf Des katholischen Kirchfahrters Archangelus unbotmäßige Ansichten – ob gelegen oder ungelegen. rebloggt und kommentierte:
    Ein gelungenes Beispiel für das „zwischen-den-Zeilen-lesen“, das den ehemaligen DDR-Bürgern noch präsent ist. Man geht an die Grenze dessen, was die herrschende Ideologie gerade noch so toleriert, umdenUnhalt zu transportieren, der nicht mehr offen genannt werden darf.
    Bundesrepublik Deutschland 2017.
    Erschreckend.

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