Grüne investieren in Kohle, Öl und VW

Die grüne Dopppelmoral und das Phärisäertum dieser angeblichen Umweltpartei sind kaum noch zu überbieten. Zu den grünen Spitzen-Pharisäern gehört Gerhard Schick, der finanzpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion. Zusammen mit Annalena Baerbock, der Sprecherin für Klimapolitik in der Grünen-Bundestagsfraktion, ließ Schick in der Frankfurter Rundschau einen Namensartikel mit der Überschrift „Nachhaltigkeit fördern“ veröffentlichen. Darin werden Bund, Länder und Versicherungen aufgerufen, nur noch in nachhaltige Investments Geld zu investieren. Das heißt im Neusprech Orwellscher Art „Divestment“. Der Klimaschutz dürfe nicht nur im Energie-, Verkehrs- und Agrarbereich stattfinden: „Es ist auch höchste Zeit für die Finanzwende.“

Immer noch werde zu viel Geld in den fossilen Sektor investiert, klagen die beiden Grünen, 2015 seien das 900 Milliarden Dollar gewesen. Da viele Sparer und Investoren für Pensionsfonds nicht wüssten, was die Unternehmen genau machen würden, in die sie investieren, müsse mehr Transparenz her. Schick und Baerbock halten Investoren offensichtlich für doof, wenn sie schreiben: „Ob mit den eigenen Renten- und Pensionsfonds in Kohlekraftwerke, in die Pornoindustrie oder in Rüstung investiert wird, weiß eigentlich niemand so recht.“ Wenn das so wäre, gehörten die Investitionsentscheider sofort gefeuert, da sie nicht wissen, wohin sie das Geld der Versicherten pumpen.

Doch im Gegenteil: Sie wissen es ganz genau. Und Tatsache ist, dass Divestment nichts bringt. So richtig lukrativ sind Investitionen in Rohstoffe wie Kohle, Öl, in Tabak, Alkohol, Uranförderung und Rüstung. Das wissen natürlich auch die Verantwortlichen des Pensionsfonds des Landes-Baden-Württemberg, einem Bundesland, das von Schicks und Baerbocks grünen Parteifreunden mit Winfried Kretschmann an der Spitze regiert wird. Vom Fondsvolumen in Höhe von zwei Milliarden Euro sind 190 Millionen (fast zehn Prozent) in Firmen wie Shell, Total und Statoil investiert – für Grüne, die 2030 Verbrennungsmotoren verbieten wollen, müssen diese Unternehmen Teufelszeug sein. Aber Geld aus Baden-Württemberg steckt auch in Volkswagen, einem Unternehmen, das Abgaswerte manipulierte. Während die Grünen im Bundestag einen Untersuchungsausschuss zum Abgasaffäre durchsetzten, ließ die grüne Landesregierung VW-Anleihen zeichnen. Das ist keine Politik mehr, sondern geschmacklos. Es kann einem bei diesen grünen Typen nur noch speiübel werden.

Aber die Heuchelei wird noch größer: Selbst in Bergbaukonzerne wie Rio Tinto (Kohle, Gold) ließ die grüne Landesregierung Geld investieren, und auch Tabak- und Alkoholproduzenten erhielten Geld. In Chemiekonzerne wie Bayer wurde genauso investiert wie in den umstrittenen Nahrungsmittelkonzern Nestle. Ein Blick auf die von grünen Aufsichtsräten mitkontrollierte Landesbank-Baden-Württemberg soll das Bild abrunden: Dort werden regelmäßig höchst riskante Finanzprodukte entwickelt und vertrieben, deren Verbot der Pharisäer Schick genauso regelmäßig fordert.

Zusammen mit Baerbock verlangt Schick, dass Beamtenpensionsfonds raus „aus Kohle, Öl und Gas“ sollen. Tabak, Alkohol und Rüstung haben die grünen Eiferer wohl vergessen. Investitionsrichtlinien sollen neben „Stabilität und Rendite auch Nachhaltigkeit als gleichberechtigtes Kriterium enthalten“. Diese Kriterien sollen auch für die staatlich geförderte Altersvorsorge gelten.

Wenn das schon länger gegolten hätte, wäre viel Geld von Beamtenfonds und kleinen Sparern an grüne Betrüger wie Solarworld, Prokon oder KTG Agrar geflossen – und verloren gewesen. Die Divestment-Orientierung führt direkt in eine ökologische Konkurswelle. Die nächste Blase am Finanzmarkt wird grün. Und sie wird auch große Unternehmen wie die Deutsche Bank treffen, die jetzt voll auf Divestment machen. So verzichtet die Deutsche Bank auf Kreditengagements im Kohlesektor. Sie wird damit auch stärker in den Nachhaltigkeitssektor gedrängt und beim Platzen der Blase endgültig zum Sanierungsfall.

Wenn die Blase platzt, werden Schick und Baerbock vermutlich unauffindbar sein und sich auf ihre Bundestags-Pensionen freuen.

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