Der Dank der Nutte

Jahrelang oder jahrzehntelang hatte der politisch-mediale Komplex gegen konservative Reste in der CDU gekämpft, um Prostitution zu legalisieren. Die totale Freigabe der Prostitution und homosexueller Praktiken sowie ein geschicktes Operieren pädophiler Netzwerke sollten die deutsche Gesellschaft endlich in eine promiskuitive Gesellschaft umwandeln. Diese Operation ist weitgehend gelungen, Familien und unter ihrem Schutz aufwachsende Kinder sind nicht mehr die Säulen des Staates, sondern eine dem Niedergang preisgegebene Randerscheinung im vielfältigen, toleranten und verfallenden Deutschland dieser Tage.

Da passt es nicht in das vielfältige und tolerante Bild der Zivilgesellschaft, dass eine Prostituierte oder ehemalige Prostituierte ausgerechnet auf der Liste der „Alternative für Deutschland“ (AfD) für den Landtag in Nordrhein-Westfalen kandidiert. Hätte sie auf der Liste der Grünen oder der Linken kandidiert, wäre sie von einer Talkshow zur anderen gereicht worden und hätte ihre Lebenserfahrungen ins Mikrofon hauchen dürfen, während die GEZ-finanzierte Kamera ihr bis kurz vor den Ausschnitt gefahren wäre. Es wäre ein Hype gemacht worden wie um dieses türkische Pornomodel, das seine mäßigen schauspielerischen Fähigkeiten schließlich sogar im ARD-Tatort bekleidet darbieten durfte. Aber die Nutte ging zur falschen Partei und zeigte damit Undankbarkeit, wo der politisch-mediale Komplex Dank und Solidarität erwartet hatte.

Nur deshalb fiel das qualitätsjournalistische Recherche-Netzwerk „Correctiv“, das übrigens von Bundesregierung und CDU-naher Konrad-Adenauer-Stiftung mitfinanziert wird, mit rattenhafter Wut über die AfD-Kandidatin her und schrieb von einem „Sex-Skandal“ – was in der verqueren linken Logik der Correctiv-Autoren wohl einer sein muss, weil die AfD für ein „völkisches Familienbild“ stehe und sich als“Saubermann-Partei“ darstelle. In einer Twitter-Eigenwerbung von Correctiv hieß es: „Wir enthüllen Sex-Skandal bei der AfD-NRW. Spitzenfrau der Rechtspopulisten vermietete ihren Körper übers Internet.“ Das haben diese Qualitätsjournalisten tatsächlich von sich gegeben und sind damit ernsthafte Anwärter auf den Eduard-von-Schnitzler-Preis für Qualitätsjournalismus. Die Laudatio bei der Preisverleihung könnte Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) halten. Der mag die AfD auch nicht und bringt dies in Wort und Tat regelmäßig zum Ausdruck.

Die AfD-Kandidatin hat jetzt einen Vorgeschmack bekommen, was es heißt, in schlechte Gesellschaft zu geraten.

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4 Antworten zu Der Dank der Nutte

  1. Joachim Schütze schreibt:

    Das Thema ist gut gewählt. Leider sind die Personalsierungen für „Prostituierte“ und „türkische Prostituierte“ falsch/ absichtlich falsch plaziert, oder? So liest es sich nicht gut, was Sie über Frau Weigel zu berichten versuchen!

  2. Pingback: „Correctiv“ Der Dank der Nutte – alpharocking.wordpress.com

  3. Luther schreibt:

    Hat dies auf pinocchioblog rebloggt.

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