Ländliche Wahrheiten zur Energiewende

Auf dem Lande ist die Wahrheit oft besser zu finden als im politisch vernebelten Berlin. Beim Blättern in einer älteren Ausgabe des „Landwirtschaftlichen Wochenblatts“ (ja, so was gibt‘s noch) aus dem letzten Jahr fiel ein Leserbrief von Hendrik S. aus Everswinkel bei Münster auf, in dem dieser in wenigen Sätzen die Ergebnisse der Merkel-Politik auf dem Gebiet Energie bewertet. Seinen erschütternden Befund geben wir hier in Auszügen wieder:

„Windkraft an Land hat im letzten Jahr (gemeint ist 2015) 1.768 Betriebsstunden geschafft, Solarkraft 941 Stunden (Anmerkung: Ein Jahr hat 8.760 Stunden). Der Wind hat häufig in Bedarfszeiten nicht geweht. Im Gegenteil – bei hohem Windanfall musste Strom mit Geldzugabe abgesetzt werden, also ein Minusgeschäft. Auch bei einer Verfünffachung der Stromkapazitäten an Land wird dieses Problem nicht geringer, sondern größer. Den Windkraftbetreibern an Land sind im letzten Jahr 5,337 Milliarden Euro an Vergütung gezahlt worden. Dieser Strom hat an der Börse nur 225,1 Millionen Euro erlöst! Sogar noch weniger als im Jahr vorher (283 Millionen Euro). Der Land-Windstrom ist also nur 4,3 Prozent seines Erlöses wert!

Es muss sofort ein Moratorium her… Wir müssen darüber nachdenken, was wir erreicht haben. Es wurde uns bisher viel versprochen, aber nichts gehalten. Seit 2000 hat sich der Anteil der erneuerbaren Energien verfünffacht. Mit dem Ergebnis keiner CO2-Reduktion.

Der Strompreis für unsere Haushalte ist der höchste in Europa und es ist kein Ende abzusehen. Nach Verbandsmitteilungen fahren mehr als 60 Prozent der Windanlagen keinen Gewinn ein.
Es gibt trotz vollmundiger Aussagen in nächster Zeit keine Möglichkeit, die Energie auch nur einigermaßen wirtschaftlich zu speichern.

Unsere Landschaft ist schon stark zerstört und diese Zerstörung soll dann noch verfünffacht werden.

Wenn Professor Quaschnigg (Anm: ein Berliner Energiewende-Ideologe) behauptet, dass ausreichend Geld vorhanden ist, muss man sich fragen, warum unsere Autobahnen, Brücken usw. in einem dermaßen schlechten Zustand sind. Das Geld kann nur einmal ausgegeben werden, es gibt viele Bereiche, wo es besser eingesetzt werden kann.

Beim Bau der sehr teuren Nord-Süd-Leitungen für Windstrom muss man die Sinnhaftigkeit mal im Zusammenhang mit den wenigen 1.768 Betriebsstunden Windstrom sehen. Für eine zufällige Strommenge wird ein Riesenaufwand von mehreren Milliarden Euro getätigt. Dieser Unsinn muss gestoppt werden.“

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Energiewendemärchen abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s