Wie gelogen wird: Ohne Energiewende würde Glyphosat kaum gebraucht

Große Empörung in der immer noch (und vielleicht bald wieder) amtierenden Großen Koalition: Der CSU-Landwirtschaftsminister Christian Schmidt, den bis vor kurzem selbst viele Bauern nicht kannten, hat SPD und Kanzlerin in Aufregung versetzt, weil er in Brüssel einer Verwendung des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat für weitere fünf Jahre auch auf deutschen Äckern zustimmte, ohne auf die Belange der „guten Seite“ (in diesem Fall die SPD) Rücksicht zu nehmen, die dagegen war. Wenn die SPD noch Mumm hätte, wären ihre Minister sofort aus dem Kabinett ausgeschieden, weil Schmidt ihre Position ignoriert und sich nicht an die Spielregeln gehalten hatte. Aber angefangen von unserem Außenamts-Dickerchen bis zu Umweltministerin Barbara Hendricks kleben sie an den Sesseln bis zur Kanzlerin-Neuwahl – und hoffen danach auf Verlängerung. Bis dahin sind sie Regierung und Opposition gleichermaßen – das schaffen wirklich nur Sozialdemokraten.

Jetzt hacken alle auf Minister Schmidt herum, weil der Kabinetts-Leisetreter und Bayern-Schnarchhahn es einmal wagte, gegen den Strom zu schwimmen (nach Rücksprache mit seinem Parteivorsitzenden Horst Seehofer natürlich und bei tatkräftiger Unterstützung eines bekannten CSU-nahen Lobbyisten). Glyphosat befinde sich in Brot, weiteren Getreideprodukten und sogar im deutschen Bier, jammerte die Zeitschrift Ökotest. Wo es gespritzt wird, vernichtet es alle Ackerwildkräuter. Insekten und Vögel finden dann keine Nahrung mehr.

Aber wieder gibt es keine Stimme in dem ganzen Chor, die die Glyphosat-Wahrheit beschreibt: Ob das Zeug wirklich giftig ist, ist uns nicht bekannt, aber es ist bekannt, wozu es überwiegend gebraucht wird: Mit Glyphosat werden die Maisfelder in Deutschland unkrautfrei gehalten, damit die Bioenergie-Anlagen genug Nachschub bekommen. Inzwischen wird auf rund 20 Prozent der deutschen Ackerfläche Mais angebaut – fast ausschließlich für Biogas-Anlagen. Glyphosat soll angeblich auf 40 Prozent der Ackerflächen versprüht werden.

Wer den Einsatz von Glyphosat sofort um die Hälfte reduzieren will, muss nur die Subventionen für Biogas-Anlagen streichen. Das geht ohne Zustimmung der Brüsseler Eurokraten. Nur ist Umweltministerin Hendricks auf diesem Auge blind, weil ihr Ministerium weitgehend unter Kontrolle der Energiewende-Lobby steht und keinen Naturschutz mehr betreibt, sondern Natur-, Landschafts- und Artenvernichtung.

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