Wert des Euro seit Einführung halbiert

Der Euro werde so stabil sein wie die Mark, hatte zum Beispiel die CDU einst versprochen und damit einen bedeutenden Grundstein für die heutige Lügenpolitik gelegt. Der Wert der neuen Währung orientierte sich aber sehr schnell an der früheren italienischen Lira und nicht an der Deutschen Mark, die zwar auch nicht ein Bollwerk der Stabilität war, aber im Wert erheblicher langsamer sank als heute der Euro.

Ein Berliner Bekannter notiert seit Jahren den Preis eines guten Weizenmischbrotes beim Bäcker um die Ecke. Er kreierte mit den Zahlen den „Berliner Brotpreis-Index“ (BBIn). Das Brot kostete bei Einführung der Euro-Währung 2002 1,80 Euro. Heute kostet dieses Brot 3,50 Euro. Der Preis war zuletzt Anfang Januar um 0,20 Euro erhöht worden, was 6,06 Prozent entspricht und weit über der amtlichen Inflationsrate von 1,8 Prozent liegt. Seit Einführung des Euro ist das Brot des Bäckers sogar um ca. 95 Prozent teurer geworden.

Der Euro hat in 15 Jahren über die Hälfte an Wert verloren. Dafür brauchte die D-Mark 30 Jahre. Inflation und Nullzins (den es zu DM-Zeiten nicht gab) werden die meisten Deutschen in die Armut treiben. Der Euro sei wie „Versailles ohne Krieg“, höhnte die französische Presse nach Abschluss des Maastricht-Vertrages. Es stimmt. Uns droht ein neues 1923.

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2 Antworten zu Wert des Euro seit Einführung halbiert

  1. Ecker schreibt:

    Es ging doch noch schneller. Innerhalb weniger Monate passten sich die Verkaufspreise, vor allen Dingen die der Grundnahrungsmittel, welche einen halben Euro kosten sollten nach Umrechnungskurs der DM in Euro, nämlich 1,95583, zum gleichen Level in Euro an, als sie in DM kosteten. Also haben sich die für ärmere Leute relevanten Kosten quasi blitzartig verdoppelt. Von weiteren Preissteigerungen im Eurosystem in den letzten Jahren mal ganz abgesehen. Die Löhne blieben natürlich gleich. Weiterhin behindern die fehlenden Devisenkurse zwischen Nationalstaaten die Arbeitsmärkte und erzeugen höchste Arbeitslosenzahlen, in der gesamten Eurozone. Die werden natürlich statistisch hinweg gelogen, weil ja sonst der dümmste Bauer(Wähler) die Wahrheit erkennen würde und den Regierungslügen nicht mehr glauben würde. Weiterhin die Perversittät des Währungsystems, unabhängig von dem Schrottanleihenaufkauf der EZB: Industrie erhält einen Auftrag aus Italien. Fordert üblicherweise ein unwiderufliches, mehrfach teilbares Akkreditiv oder Letter of Credit auch genannt, zu hinterlegen bei einer Bank in Italien nach Wunsch des Deutschen. Damit die Bank den Käufer akzeptiert, verlangt sie üblicherweise ein Bardepot als Sicherheit oder lupenreine Wertpapiere. Um diese Sicherheiten zu erwerben, nimmt der Italiener ein Darlehen auf bei seiner Bank. die wiederum verschuldet sich bei der italienischen Notenbank. Die wiederum gibts an die EZB weiter, die wiederum belastet die Bundesbank mit einem Target Sollsaldo in Höhe der zu exportierenden Ware, zins- und rückzahlungslos bis zum St. Nimmerleinstag. Dieser Targetsaldo im Soll steht im Moment bei ca. 1,2 Billionen Euro. So werden die Deutschen verarscht und wegen der Komplexität und Kompliziertheit der Materie blickt keine Sau durch. Die Industrie schnappt die Kohle, der dumme Steuerzahler muss am Ende des Euro die Schulden ausgleichen. Alle lachen, Italiener, Draghi, nur der dumme deutsche Steuerzahler hat Tränen in den Augen, wenn es soweit ist.

  2. Bitte Wer schreibt:

    Ich habe das mal durchgerechnet: unter Berücksichtigung des Zinseszinseffekts bedeutet eine Preissteigerung um 95 % in dem genannten Zeitraum eine Kaufkraftentwertung von ca. 4,5 %.
    Das ist sehr viel mehr als die offiziellen Zahlen, aber liegt bis dato im langjährigen Mittel.
    Aber natürlich: schlimmer geht immer und das wird vermutlich auch noch kommen.

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