DLF wie Stimme der DDR

Blickt man auf die Kulturstadt Dresden, so kann man sich freuen über den heutigen Stand. Oder man kann es machen wie die „Deutschlandfunk“-Propaganda-Sekretärin, nein: „Moderatorin“ Anja Reinhardt, und verkünden:

„Die Schließung des Bauhauses geschah auf Anordnung der Nationalsozialisten. Wenn sich heute die AfD in die Kulturpolitik versucht einzumischen, wenn es heißt, dass auf deutschen Theaterbühnen bitte auch nur deutsche Klassiker gespielt werden sollen, dann werden ungute Erinnerungen an einen ideologisch verblendeten Kulturbegriff wach. Vor allem Dresden mit den Pegida-Aufmärschen steht für diese identitäre Politik…“

Bürger, wäre hier nicht eine Programmbeschwerde fällig?

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5 Antworten zu DLF wie Stimme der DDR

  1. Ja, so läuft das. Durch einen Deutungsrahmen fügen die Medien Einzelgeschehnisse in einen konkreten Kontext ein. Mithilfe des Priming-Effektes (https://de.wikipedia.org/wiki/Semantisches_Priming) wird die Einordnung einer Forderung der AfD durch das voranstellen des Reizwortes „Nationalsozialisten“ massiv beeinflusst.
    Nach Humberto Eco ist „die Botschaft eine leere Form, die vom Empfänger mit verschiedenen Bedeutungen gefüllt werden kann, je nachdem welchen Code er auf sie anwendet“ (http://kommunikationsguerilla.blogspot.de/2008/02/1-zum-verstndnis-des-begriffs.html) und deutsche Medien geben besagten Code ihren Zuschauer/Hörer eindeutig vor (dazu https://kirchfahrter.wordpress.com/2018/03/17/warum-wird-eigentlich-die-systemtransformation-kaum-wahrgenommen/Privatblog: link anklicken, Zugriff wünschen).

  2. Übrigens, nur so am Rande: Bereits in bundesrepublikanischen Kindertagen der 50er träumte die Regierung den Traum vom Staatsfernsehen (https://de.wikipedia.org/wiki/Deutschland-Fernsehen), wie in der Europapolitik ist auch hier die Regierung Merkel nur die Vollenderin von Ansätzen aus den frühen Tagen der CDU…

  3. Mario Bernkopf schreibt:

    Frauenförderprogramme sind doch eine feine Sache!

  4. Dresden Mutti schreibt:

    Was gibt´s an den Stücken auszusetzen von Seiten der AfD? Es werden doch viele tolle Klassiker gespielt – der Untertan von Heinrich Mann, der gute Mensch von Sezuan von Brecht oder die Leiden des jungen Werther von Goethe. Hinzukommen internationale Klassiker wie Hamlet und ganz moderne Stücke wie Crashtest. Die Dresdner Theaterlandschaft schaut doch gut aus.

    • Dresden Mutti schreibt:

      Dresden als Beispiel, weil ich da gerade das Programmheft angesehen habe. In Bonn habe ich auch lange gewohnt und ebenso tolle Klassiker sehen dürfen. Es gibt nichts auszusetzen.

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