Manipulativer Wörterstrom im Deutschlandfunk

Am 5. Juli 2018 meldete der Deutschlandfunk um 23.00 Uhr, dass nun ein mutmaßlicher Hintermann des muslimischen Attentäters Anis Amri gesucht werde.

Dabei versuchten die Rotfunkredakteure das tatsächliche, brutale Geschehen dieses Terroranschlags zu verschleiern. Eiskalt beschreiben sie den Terroranschlag Amris wie folgt:

„Amri hatte am 19. Dezember 2016 einen Lastwagen in den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche gesteuert. Elf Menschen wurden getötet, viele weitere verletzt. Zuvor hatte Amri den LKW-Fahrer getötet.“

Kern der Handlung war also das „Steuern“ eines Lastwagens. Opfer? Ja, gab es auch: „Elf Menschen wurden getötet“. Sie wurden also nicht ermordet, sie wurden „getötet“. Fast so, als ob ein Unwetter gewütet hätte.

Meisterklasse ist allerdings der nächste Satzteil: „…viele weitere verletzt“. Was heißt das denn genau? Nun, es heißt, dass die DLF-Redaktion nicht möchte, dass ihre Hörer sich daran erinnern, dass Amri im Namen Allahs 55 Menschen zum Teil schwerst verletzt hat: Sie wurden zerfetzt, zerquetscht, zu Krüppeln gefahren. Und so, wie es für die Todesopfer bis heute keine angemessene Gedenkstelle gibt, so hilft der DLF dabei, auch die verletzten Opfer aus Gedächtnis der Menschen zu tilgen. Nicht einmal mehr ihre Zahl soll erinnert werden…

Der Kunstgriff mit dem LKW-Fahrer ist übrigens besonders perfide: Dieses präzise und solitäre Detail kommt für den Zuhörer völlig überraschend – und hält ihn sofort davon ab, über die zuvor gewählten Formulierungen näher nachzudenken, so dass der manipulative Wörterstrom weiter unreflektiert einsickern kann….

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