Politiker – nichts gelernt und zu nichts zu gebrauchen

Manchmal versucht sich die staatsnahe Monopol-Nachrichtenagentur adn dpa in unabhängiger Berichterstattung vom Berliner Blockparteien-System, über das sie sonst in höfischer Form zu berichten pflegt. Gegen die Wolkenkuckucksheimer im Berliner Politikbetrieb, die weder den Zustand von Straßen, Bahnen und öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Pflegeheimen und Krankenhäuser in Berlin und im Rest des Landes kennen, durch das sie sich in dicken Limousinen mit abgedunkelten Fensterscheiben kutschieren lassen, durfte jetzt ein SPD-Kommunalpolitiker antreten, der sich besonders an der SPD-Vorsitzenden Andrea Nahles rieb. Wir lesen bei dpa:

„Ich kenne niemanden in der SPD, der für mich mehr den Typus des Apparatschik verkörpert als Andrea Nahles“, sagte der Oberbürgermeister der sächsischen Kreisstadt Bautzen, Alexander Ahrens (SPD), der Deutschen Presse-Agentur. Mittlerweile hat in einigen Umfragen die AfD mit 17 Prozent mit der SPD gleichgezogen. „So jemanden mit Erneuerung in Verbindung zu setzen, ist fast schon unverschämt. Das ist ein ,Weiter so‘ und das falsche Signal.“ In Ostdeutschland gebe es viele, die das genauso einschätzten. „Wenn Andrea Nahles für Erneuerung steht, steht Horst Seehofer für Jugendlichkeit“, sagte er mit Blick auf den im Asylstreit fast zurückgetretenen, 69-jährigen CSU-Chef und Innenminister. Mit einem Aufschwung der SPD rechne Ahrens nicht: „Ich finde das alles ganz gruselig.“

Es ist ja auch kein Wunder, dass solche Äußerungen kommen. Wer mit Arbeit sein tägliches Brot verdienen muss und vor Ort vielleicht noch Verantwortung übernommen hat, kann über die Berliner Räuberbande nur noch den Kopf schütteln. Dort hat kaum noch jemand Erfahrungen mit der Arbeitswelt, auch Andrea Nahles ist in ihrem Leben noch nie einer normalen Tätigkeit nachgegangen, wie sich der Vita im Bundestags-Handbuch entnehmen lässt. Springers „Bild“, seit kurzem häufiger auf systemkritischem Kurs (Merkel-Versteher Nikolaus Blome ist offenbar kaltgestellt), kam am 13. Juli 2018 mit einem erfrischend wirkenden Text mit der Überschrift: „Was versteht der Arbeitsminister von unserer Arbeitswelt?“. Gemeint war Hubertus Heil (SPD), der wie seine Chefin Nahles ebenfalls noch nie einer normalen Tätigkeit nachgegangen ist. Was eine Werkbank ist, wissen solche Apparatschiks vielleicht noch aus den Erzählungen ihrer Großeltern.

Und deshalb müssen sie versagen.

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