Guter und schlechter Wald

Angeblich 20.000 „Aktivisten und Umweltschützer“, wie die Systemmedien frohlocken, haben am Sonnabend, den 6. Oktober, 2018, im Hambacher Forst (NRW) ein fröhliches Fest gefeiert, nachdem die durchgrünte NRW-Justiz doch noch einen Weg gefunden hatte, das von der früheren rot-grünen Landesregierung und bis dato von allen Gerichten gebilligte Braunkohle-Projekt aufzuhalten. Jetzt soll erst über eine Klage des BUND entschieden werden, der seltene Fledermäuse im Hambacher Forst in Gefahr sieht, sollte das Waldstück abgeholzt werden und sollte dort Braunkohle abgebaut werden.

Das Ganze ist ein Stück aus dem Tollhaus. Die Fledermäuse werden, wenn sie ein paar Kilometer weiter fliegen sollten, an den Rädern von Windenergieanlagen einen qualvollen Tod sterben. Ja, in einem der nächsten Wälder nicht weit weit Hambacher Forst, werden Bäume gefällt, um Platz für Windräder zu schaffen, die grüne Investoren dort errichten wollen. Es kann davon ausgegangen werden, dass ein Teil der Aktivisten und Demonstranten im Hambacher Forst ihr ererbtes Geld „nachhaltig“ investiert und in Windrädern angelegt hat.

Im anderen – offenbar minderwertigen – Wald gibt es keine Baumhäuser, keine Aktivisten, die sich an Bäume anketten. Demonstranten sind keine da, und auch vom BUND ist nichts zu sehen. Hier gibt es Männer mit Kettensägen, Straßenbauer, die Betonpisten in den Wald legen, Fahrer von Betonmischmaschinen, die tausende Kubikmeter Beton für die Fundamente der Räder in den Boden pumpen. Wenn die Anlagen erst einmal stehen, werden Fledermäuse zwar die Räder richtig orten und ihnen erfolgreich ausweichen. Was die Tiere nicht wissen können: Jedes Rotorblatt zieht ein Vakuum hinter sich her. Die Fledermaus fliegt hinein, ihre inneren Organe platzen und sie fällt tot vom Himmel. Kein TV-Team filmt das Kettensägen-Massaker am Wald und die Versiegelung des Bodens. Und auch die Kadaver von Fledermäusen und Vögeln werden wir im Staatsfernsehen nicht zu sehen bekommen. Schließlich ist die Energiewende eine der wichtigsten Säulen zur Errichtung des grünen Reiches. Agrar- und Verkehrswende sind gerade in Arbeit, und die Finanzwende kommt als nächstes.

Im Hambacher Forst geht es längst nicht mehr um Umweltschutz, sondern um Deindustrialisierung. Die heutigen Grünen und Linken sowie CDU und SPD sind die Testamentsvollstrecker eines gewissen Henry Morgenthau (US-Finanzminister), der 1944 vorgeschlagen hatte, Deutschland nach dem Sieg der Alliierten in einen Agrarstaat zu verwandeln (Morgenthau-Plan). Diese Deindustrialisierung läuft jetzt auf vollen Touren Sie wird auch von Union und SPD trotz gegenteiliger Beteuerungen nicht aufgehalten werden. Im Gegenteil: Solche Politik-Darsteller wie der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sind sofort auf Tauchstation, wenn es um die Sicherung von Industriearbeitsplätzen geht. Bei dieser Industriefeindlichkeit, unfähigen Politikern und einer parteilichen Justiz in Münster, wo die Entwicklung zum grünen Reich besonders weit fortgeschritten ist, kann sich kein Unternehmen mehr auf Investitions- und Rechtssicherheit verlassen. Viele derjenigen, die im Hambacher Forst frohlocken, merken nicht, dass sie in Wirklichkeit an der Transformation des einstigen Industrielandes Deutschland zu einer Bananenrepublik mitwirken, die noch ein paar Jahre ganz gut von der Substanz leben kann und dann zum Armenhaus Europas werden wird.

Mit fröhlicher Stimme verkündete eine Sprecherin im „Berliner Rundfunk“, dass die RWE-Aktie (das ist der Konzern, der im Hambach-Gebiet Braunkohle abbauen wollte) in der letzten Woche um 15 Prozent gefallen sei. Die RWE-Aktien stand 2007 noch bei 100 Euro – heute nach Atomausstieg und dem jetzt absehbaren Ende des rheinischen Braunkohlereviers steht das Papier unter 20 Euro. RWE ist am Ende, Eon übrigens auch, und die deutsche Autoindustrie wird fast im Alleingang von Jürgen Resch von der „Deutschen Umwelthilfe“ (gesponsert von Toyota) mit – oft erfolgreichen – Klagen auf Fahrverbote erledigt. Der Bayer-Konzern (NRW) verabschiedet sich durch Fusion mit Monsanto nach USA, Linde in Bayern ebenfalls. Die verbleibenden industriellen Reste werden nicht ausreichen, den Wohlstand zu sichern.

Der absehbare Ruin von Teilen der Industrie oder die Verlagerung von Produktion ins Ausland kostet viele Arbeitsplätze. Die deutsche Arbeiterschaft, längst verraten von ihrer Stammpartei SPD, wird wohl erst gegen die Diktatur durchgrünter Politiker, Staatsdiener, Richter und Journalisten aufstehen, wenn es zu spät ist.

Hambach ist mehr als ein mäßig wertvoller Mischwald, dessen Holz vielleicht Durchschnittserträge abgeworfen hätte. Hambach ist das Fanal, dass das Gefüge der Bundesrepublik aus dem Gleichgewicht geraten ist und dass es niemanden mehr gibt, der das Gleichgewicht wieder herstellen könnte.

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4 Antworten zu Guter und schlechter Wald

  1. Eurotanic schreibt:

    Die GRÜNOLOGEN hatten es noch nie so mit der Logik und Selbstverantwortung. Sie bestehlen andere Menschen um ihre GRÜNOLOGIE auszuleben. Duschen warm mit Atomstrom und fahren mit dem Auto zum Brötchen holen. Ich kenne keinen GRÜNEN, der selbstveranwortlich, ökologisch autark und von der eigenen Hände Arbeit lebt.

  2. Leander schreibt:

    Arbeitsplätze alleine können nicht die Fortsetzung einer besonders dreckigen Energiegewinnung rechtfertigen. Deutschland exportiert massig Strom ins Ausland. Dass ein Erhalt des Hambacher Forsts die Versorgung gefährden würde, ist ein Märchen. Gefährdet sind die hohen Profite von RWE – um die Menschen geht es dabei nie.

  3. Pingback: Deutschland hat fertig – Ludwig der Träumer

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