Brot in diesem Jahr schon 17,2 Prozent teurer

Ein Berliner Bekannter notiert seit Jahren den Preis eines guten Weizenmischbrotes beim Bäcker um die Ecke. Er kreierte mit den Zahlen den „Berliner Brotpreis-Index“ (BBIn). Das Brot des Bäckers kostete bei Einführung der Euro-Währung 2002 1,80 Euro. Inzwischen kostet dieses Brot 3,75 Euro. Der Preis war zunächst Anfang Januar 2018 um 0,20 Euro erhöht worden und stieg im Oktober um weitere 0,25 Euro auf 3,75 Euro, was einer Gesamterhöhung in diesem Jahr um 17,2 Prozent entspricht. Das ist weit mehr als die amtliche Inflationsrate von rund zwei Prozent und liegt auch über allen Lohnsteigerungen, falls Arbeitnehmer überhaupt noch Lohnerhöhungen erhalten.

Seit Einführung des Euro, von dem die Politik-Darsteller versprachen, er werde so stabil wie die Deutsche Mark sein, hat sich der Brotpreis sogar verdoppelt. Wie dieses kleine Beispiel zeigt, hat der Euro in eineinhalb Jahrzehnten über die Hälfte an Wert verloren. Dafür brauchte die D-Mark über drei Jahrzehnte.

Beschäftigt man sich mit weiteren Folgen der Euro-Währung, bleibt einem selbst das wohlschmeckende Brot des Bäckers im Halse stecken. So berichtet der Investmentfonds-Bundesverband BVI von einer Untersuchung der Comdirect-Bank, nach der die deutschen Sparer durch die Nullzins-Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) allein im ersten Halbjahr 2018 einen Wertverlust von rund 17 Milliarden Euro erlitten haben. Euro-Wertverlust und Nullzins killen den Wert von Gehältern, Sozialleistungen, Renten, Betriebsrenten, Sparbüchern und Lebensversicherungen. Die Deutschen werden arm werden. Sie haben ihr ganzes Leben gearbeitet und gespart und werden bald feststellen, dass ihr Geld nur noch wenig wert ist. Verantwortlich dafür sind die Politik-Darsteller im Berliner Reichstag, die sich an keinen Stabilitätsvertrag gehalten haben und jede europäische Schnapsidee wie zum Beispiel die EU-Einlagensicherung entweder sofort oder nach leichtem Zögern umsetzen. Mit der Einlagensicherung werden die von deutschen Banken gebildeten Rücklagen für den Fall von Bank-Pleiten eingesetzt, um italienische, französische oder griechische Banken zu retten.

Der Euro sei wie „Versailles ohne Krieg“, höhnte die französische Presse nach Abschluss des Maastricht-Vertrages. Es stimmt. Uns droht ein neues 1923.

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2 Antworten zu Brot in diesem Jahr schon 17,2 Prozent teurer

  1. Gaby Key schreibt:

    und natürlich ist das nur EIN Bsp. von ALLEN….und die stetige/kontinuierliche #Minimierung von #Verpackungseinheiten/#VPE und #Herstellungsgrößen/#Gewichten etc. um bis dato nahezu überall 50 % ❗ lässt den #PreisWucher bzw. die #Profite nahezu explodieren…..Es ist ein seit Jahrzehnten (eigentlich schon sehr viel länger) perfide organisierter, schleichender* Vorgang….den die noch immer ahnungslose* #SpaßGesellschaft 🤡🤠 kaum registriert/mitbekommt…..so wie sie auch den allgemeinen #Verfall und den #Zusammenbruch nicht bemerkt* bzw. bemerken will…..Wir waren und sind Meister im #Verdrängen 🙉🙊🙈….aber sehr bald schon wird das nicht mehr funktionieren*…..und ALLE #ONV werden in der harschen Realität ankommen*…..👀😵😰😨 Die Mehrheit wurde zu unmündigen #Kunden* / #Verbrauchern und # Konsumenten und hat vergessen….dass der Kunde #König ist bzw. sein sollte….Und zwar in #JEDER BEZIEHUNG…..😎🤓 #GabyKey©️♑ #GabyK.©️♑

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