Wie in einer Bananenrepublik

Wenn deutsche Politiker in eines ihrer Regierungsflugzeuge steigen, kann man inzwischen davon ausgehen, dass sie nicht da ankommen, wo sie hin wollen oder dass sie erheblich zu spät am Ziel sind, weil wieder was kaputt ist oder Ratten an Bord einige Kabel durchgenagt haben. Warum soll es den Politik-Darstellern eigentlich besser gehen als uns Durchschnittsbürgern, die inzwischen sicherheitshalber einen Tag früher losfahren müssen, wenn sie 500 km Bahnfahrt vor sich haben und pünktlich da sein wollen. Beim Zustand unseres Systems war es beinahe zwangsläufig, dass der Versuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), mit einem Regierungsflugzeug nach Argentinien zum G 20-Gipfel zu gelangen, scheitern musste.

Natürlich entspann sich in den Internet-Medien eine heftige Debatte, dass dieses Vorkommnis inzwischen typisch für die Bundeswehr und Deutschland sei – und typisch sei für den Zustand der Bundeswehr, wo die zuständige Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) mehr auf den Sitz ihrer Frisur als auf den Zustand des Geräts achten würde. Blockpartei-Sympathisanten konterten sofort, ob es keine bedrückenderen Probleme gebe als ein kaputtes Regierungsflugzeug.

Die zwei Antworten auf die Frage in sueddeutsche.de, ob es keine bedrückenderen Probleme gebe, zeigen, zu welcher Bananenrepublik die Politik-Darsteller unser Land haben verkommen lassen:

Antwort 1: „Doch sicher: BER, S 21, Deutsche Bahn, ICE, Panzer, Hubschrauber, Flugzeuge, usw. der BW, am Krückstock laufendes Internet in weiten Teilen des Landes, marode Schulen und Infrastruktur, Neuland Digitalisierung, usw., usw. … (nur um ein paar der technischen Probleme aufzuführen).“

Antwort 2: „… und das sind ,nur‘ die technischen Probleme.
Warten Sie mal auf nen Bescheid vom Amt (der dann mit 50%iger Wahrscheinlichkeit dann auch noch falsch ist), auf nen Termin beim Spezialisten-Arzt, suchen Sie mal nen Psychotherapeuten oder Kita-Platz, oder versuchen sie nur mal pünktlich mit der Straßenbahn von A nach B zu kommen und dabei sich nicht wie in einem Schweinetransport zum Schlachthof vorzukommen (wobei nach €U-Recht Schweine so nicht zum Schlachten transportiert werden dürfen wie man sich erdreistet, hierzulande Menschen zur Arbeit zu karren).“

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