„Klimaforscher“ widerspricht sich

Wir lesen im Newsletter der Neuen Zürcher Zeitung am 15. Januar 2019: „Schneefall, Lawinen und Glatteis prägen die Schlagzeilen dieser Tage – die Lage ist auch tatsächlich außergewöhnlich. Kurt Winkler vom WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) in Davos sagt: ,In Nordbünden, im Engadin nördlich des Inns werden verbreitet, in Teilen Mittelbündens lokal so große Schneemengen registriert wie noch nie an einem 14. Januar.“ Auch aus Süddeutschland und Österreich sind ähnliche Berichte zu finden.

Wir erinnern uns an eine Meldung von Spiegel online vom 1. April 2000 (kein Aprilscherz): „In Deutschland gehören klirrend kalte Winter der Vergangenheit an: ,Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben‘, sagt der Wissenschaftler Mojib Latif vom Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie.“

Dieser Scharlatan ist immer noch ein gefragter Interviewpartner deutscher Medien und verbreitet seine Märchen ungehindert weiter, zum Beispiel aktuell in der Münchner Abendzeitung:

„AZ: Her Latif, viele sprechen aufgrund der massiven Schneefälle von einem Extremwinter. Ist das wirklich so – oder ist dieser Winter eigentlich ganz normal?

MOJIB LATIF: Ein Extremwinter ist es, was die Temperaturen angeht, bestimmt nicht. Wir haben es immer noch mit einem relativ milden Winter zu tun. Insofern spricht das gegenwärtige Wetter in keiner Weise gegen eine Klimaerwärmung.

Sind die starken Schneefälle denn auch eine Folge der Klimaerwärmung – und wenn ja, warum?

Es gibt einige Faktoren, die dafür sprechen. Die stärkere Erwärmung der Luft führt automatisch dazu, dass die Luft mehr Wasserdampf speichern kann. Dadurch verstärken sich die Niederschläge. Und wenn es kalt genug ist, fallen sie als Schnee. Dann könnte es noch einen indirekten Effekt geben, dadurch dass sich die Nordpolarregion, also die Arktis, besonders stark erwärmt. Der Jetstream könnte sich abschwächen. Dadurch würden sie die Wetterbedingungen so verändern, dass Wetterlagen länger anhalten. Der Sommer, der ja gar nicht enden wollte, ist dafür ein ganz prominentes Beispiel.“

Dieser Lügenbaron erzählt heute genau das Gegenteil seiner früheren Äußerungen, die selbst von einem mittelmäßig begabten Qualitätsjournalisten mit ein paar Mausklicks zu finden gewesen wären. Dann hätte die AZ diesen Mojib Latif zur Rede stellen können. Das tat die Zeitung aber nicht, weil das Märchen vom menschlich verursachten Klimawandel weiter gestrickt werden muss.

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