Kinderkreuzzug Ausdruck einer Herrschaft des Unrechts

Am Freitag (22. März 2019) setzte sich der Kinderkreuzzug wieder in Bewegung: Zehntausende Schüler, zumeist geordnet nach Jahrgangstufen oder Klassen und oft in Begleitung ihrer LehrerInnen, demonstrierten für Klimaschutz, auch wenn ihnen ihr Idol, die 16-jährige Göhre Greta Thunberg aus Schweden nicht mehr gefallen dürfte: Das Mädel erkannte in seiner kindlichen Naivität, dass Atomkraftwerke kein Kohlendioxid emittieren und beging damit eine Art Gotteslästerung gegen die neue Klimareligion, deren Glaubensbekenntnis eine strikte Ablehnung der Kernkraft enthält. Auch wenn Gretas Eltern versuchten, den strahlenden Fleck von der Weste ihre Tochter zu entfernen: Der Makel bleibt, der von den Eltern angestrebte Friedensnobelpreis ist gefährdet.

Dass zehntausende Kinder und Jugendliche hierzulande marschieren, obwohl sie eigentlich Unterricht in den Schulen hätten, wird nur noch selten verurteilt. So brachte die „Süddeutsche Zeitung“ ein Interview mit dem Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes, Hans-Peter Meidinger. Der Staat blamiere sich, wenn er die Schulpflicht nicht durchsetze, sagte Meidinger. In Bayern etwa herrschten teils chaotische Zustände. Die Verantwortung werde auf die Schulleitungen abgewälzt, und dadurch entstehe Ungerechtigkeit.

Meidinger kritisierte, das Fehlen am Freitag werde mancherorts nun als politische Bildung deklariert. Demonstrationen seien aber keine Fortbildungsveranstaltungen. Zugleich hätten es die Politiker in den meisten Bundesländern versäumt, mehr Schulstunden für die politische Bildung bereitzustellen.

Soweit, so gut, beziehungsweise schlecht. Die Meldung aus dem Interview schaffte es zunächst nicht einmal in den Basisdienst der staatsnahen Deutschen Presseagentur (dpa), wo man im Weglassen interessanter und wichtiger Meldungen inzwischen auf dem Niveau der einstigen DDR-Nachrichtenagentur ADN angekommen ist.

Vorzuwerfen ist den DemonstrantInnen eigentlich gar nichts. Wenn sich schon die Bundesregierung nicht mehr an Recht und Gesetz hält (Wehrdienst, Atomausstieg, Internet-Löschgesetz, Rentenbeitragssenkung, europäische Währungsverträge, Asylregelungen), dann soll sich niemand wundern, wenn sich die Bürger auch einen Dreck um Gesetze und Vorschriften scheren. Der heutige Innen- und Verfassungsminister Horst Seehofer (CSU) prägte dafür während seiner Zeit als bayerischer Ministerpräsident einen treffenden Begriff, indem er die Merkel-Regierung als „Herrschaft des Unrechts“ klassifizierte.

Der Volksmund sagt es einfacher: Wie der Herr (bzw. die Herrin), so’s Gescherr.

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