Windkraft: Der Wind dreht sich

Zum ersten Mal seit vielen Jahren befinden sich die grünen Großinvestoren und ihre politischen Lobbyisten, die die Landschaft mit zahllosen Energieerzeugungsanlagen zerstören, in der Defensive. Es beginnt sich herumzusprechen, dass diese zum Teil in Naturschutzgebieten aufgestellten Industrieanlagen große Verantwortung für das Artensterben tragen. Grün sein heißt in Deutschland, für Landschafts- und Naturzerstörung einzutreten und das Artensterben achselzuckend in Kauf zu nehmen.

Dass sich aber der Wind dreht, zeigt ein Artikel aus der Ostsee-Zeitung in Rostock. Das Blatt aus Mecklenburg-Vorpommern erscheint in einer Region, die mit Windkraftanlagen zugepflastert ist – mit Ausnahme des wenige Kilometer breiten Küstenstreifens, wo Touristen der Anblick einer einzigartigen Naturzerstörung nicht zugemutet werden soll.

Die Zeitung schreibt (Original Text immer kursiv) :

Rostock – Windräder als Todesfalle für Insekten: Durch Rotorblätter von Windkraftanlagen kommen nicht nur Vögel und Fledermäuse, sondern auch Millionen Insekten ums Leben.

Wir sehen, auch in Teilen des Journalismus lässt sich die Wahrheit nicht mehr aufhalten. Während Grüne den Vogelmord durch Windkraftanlagen noch bestreiten, wird dies hier als Tatsache akzeptiert.

Nach einer Modellrechnung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln sollen zwischen April und Oktober in Deutschland pro Tag mehr als 5,3 Milliarden Fluginsekten durch Windräder sterben. Die Wissenschaftler beziffern den Insektenverlust beim Durchflug der Rotoren auf mindestens 1.200 Tonnen pro Jahr. Sie treffen aber keine Aussage dazu, in welchem Maße die Windräder zum allgemeinen Insektensterben beitragen.

Die Studie hatte ursprünglich einen ganz anderen Hintergrund: Untersucht werden sollte, warum die Leistung von Windrädern im Sommer bis zu 50 Prozent abfällt. Der Grund ist jetzt klar: An den Flügeln kleben massenweise tote Insekten. Jeder Segelflieger weiß, welche Auswirkungen tote Insekten auf das Strömungsverhalten haben. Deshalb müssen die Flugzeuge so intensiv vor jedem Start gereinigt werden. Grüne wissen das offenbar nicht. Auf science skeptical wird dazu festgestellt: „Die DLR-Studie kommt weiter zu dem Schluss, dass dies innerhalb von 15 Jahren relevant für das Überleben von Insektenpopulationen sein könnte, besonders für Insekten, die im entsprechenden Höhenbereich zwischen 20-220 Meter Höhe fliegen. Dies tun die meisten Insektenarten!“ Die Aussage der Ostsee-Zeitung, die DLR-Studie treffe „aber keine Aussage dazu, in welchem Maße die Windräder zum allgemeinen Insektensterben beitragen“, ist also falsch.

Insektenforscher reagieren verhalten auf die Informationen aus Köln und betonen, dass es zur Wechselwirkung zwischen Windkraft und Insektenflug kaum Studien gibt. Prof. Fritz-Olaf Lehmann vom Institut für Biowissenschaften der Rostocker Universität bestätigt, dass wandernde Insekten – wie Zugvögel – in großer Höhe unterwegs sind. Ob Windräder eine Bedrohung für einzelne Arten darstellen, sei bislang nicht geklärt. Der Rostocker Biologe betont, dass sich wichtige heimische Insekten „wie Bienen und Hummeln vorwiegend in Bodennähe aufhalten“. Er weiß aber von Veröffentlichungen in Kalifornien, nach denen der Insektenflug den Wirkungsgrad von Windrädern erheblich beeinträchtigt. „Die müssen dort deshalb aufwendig gereinigt werden“, sagt der Biologe.

Frage an den Wissenschaftler Lehmann: Warum erforscht er das dann nicht? Dass sich wichtige heimische Insektenarten in Bodennähe aufhalten, stimmt natürlich. Dort gibt es für sie andere Energiewende-Bedrohungen: Sie werden durch den intensiven Maisanbau für Biogasanlagen ihrer Lebensräume beraubt. Bienen finden in Maisfeldern keine Nahrung, sie drehen bei großen Maisfeldern um und finden die dahinter liegenden blühenden Obstbäume nicht mehr. Folge sind schwache Bienenvölker, die den Winter dann nicht überleben. Zumal ein weiterer Störfaktor hinzukommt: Der von Windkraftanlagen ausgehende Infraschall stört die Bienen-Kommunikation. Den Tieren wird zum Beispiel im Winter durch Infraschall suggeriert, es gebe draußen Nahrung. Sie lösen ihre Wintertraube auf, fliegen aus dem Stock und sterben in der Kälte. Etliche Imker berichten vom Tod ganzer Völker nach der Aufstellung von Windenergie-Anlagen.

Der Vorsitzende der Ornithologischen Gesellschaft MV, Dr. Klaus-Dieter Feige, will die Auswirkungen der Windräder auf Lebewesen nicht verharmlosen, sieht die wichtigsten Ursachen für das Insektensterben aber in der intensiven Agrarwirtschaft. „Tagfalter, Heuschrecken und viele Laufkäfer sind am Boden oder bis maximal 30 bis 40 Meter Höhe zu finden. Ihnen schaden vor allem Insektengifte und andere Chemikalien aus der Landwirtschaft“, meint Feige.

Es stimmt, was Feige von sich gibt. Nur: Wenn zur Bekämpfung des Maiswurzelbohrers Insektizide eingesetzt werden und dabei als Kollateralschaden fast alle Bienenvölker in einem Teil Baden-Württembergs ausgelöscht werden, dann hat das wohl sehr viel mit der Energiewende zu tun. Der Einsatz von Glyphosat dient überwiegend dazu, Maisfelder von Unkraut (das blüht, und die Blüten locken Bienen an) freizuhalten – mit der Folge, dass Bienen nichts mehr finden. Und der Rückgang der Kuhwiesen (dort sind jetzt Maisfelder oder Photovoltaik-Plantagen) führt zu einer Reduzierung der Kuhfladen – das sind wahre Brutstätten für Insektenpopulationen.

Der Bundesverband Windenergie (BWE) betont, dass durch Windräder große Mengen Treibhausgase eingespart würden – was auch Insekten zugute komme. Der Verband sieht die Windenergie „nicht als Problemursache, sondern eher als „Problemlöser“ beim Insekten-Artenschwund.

Das hätte schöner nicht im „Neuen Deutschland“ stehen können. Warum die Einsparung von Treibhausgas Insekten zugute kommen soll, ist durch nichts bewiesen. Die Schädlichkeit aller Energiewende-Stromerzeugungsanlagen ist hingegen inzwischen gut dokumentiert. Außerdem: Pro Windkraftanlage werden etwa 500 Quadratmeter Landschaft zubetoniert für die Fundamente. Hinzu kommen befestigte Zufahrtsstraßen für Wartungsfahrzeuge – dafür wird oft Wald gerodet. Da über sich über dem Beton eine dünne Erdschicht mit Gras befindet, ahnen Leute wie Annalena Baerbock („das Stomnetz ist der Spreicher“) die Fundamente nicht einmal. Windkraftanlagen führen zu einer Bodenversiegelung ohnegleichen, die von den Grünen früher, als sie noch nicht dem Traum vom großen Geld durch Investitionen in die subventionierten erneuerbaren Energien verfallen waren, bekämpft wurde.

Zur Ergänzung Beispiele aus anderen Energiebereichen: Durch Störfälle bei Biogasanlagen kommt es häufig zum Austritt von Gülle, die das Grundwasser verseucht und zu Fischsterben führt. Photovoltaik-Platten werden auf Wiesen gestellt. Bei Schäden (zum Beispiel durch Sturm und Hagel) tropfen giftige Inhaltsstoffe wie Blei und Cadmium ungehindert in den Boden und verseuchen das Grundwasser. Ein Grundwasserschutz ist nicht vorgesehen; nach unseren Beobachtungen verhindern der Einsatz von Glyphosat und mit Diesel betriebenen Landmaschinen, dass die Photovoltaik-Anlagen überwuchert werden.

Die rund 2000 Windkraftanlagen in MV stehen auch im Ruf, für den Tod vieler Vögel und Fledermäuse verantwortlich zu sein. Vor allem Rotmilane, Mäusebussarde und Adler seien davon betroffen, weiß Dr. Hermann Hötker vom Michael-Otto-Institut im Naturschutzbund Deutschland (Nabu), das über mehrere Jahre Totfunde unter Windrädern auswertete. Allein die Zahl verunglückter Vögel schätzt Hötker auf „irgendwo zwischen 10.000 und 100.000 pro Jahr“.

Die Zahl „zwischen 10.000 und 100.000“ hätte früher zu Forderungen nach Gutachten über das tatsächliche Ausmaß der Schäden durch die Energiewende geführt. Aber es wird nichts untersucht. Die Verletzung europäischer Artenschutzverträge zum Beispiel für den Erhalt des Rotmilans durch die Energiewende in Deutschland bleibt ohne Folgen. Auch Folgen wie regionale Wetteränderungen durch Entzug der Energie (zum Beispiel Überschwemmungen) werden nicht untersucht. In Mecklenburg-Vorpommern kam es zu Frühjahrsstürmen. Der aufgewehte Sand behinderte die Sicht auf der Autobahn. Es kam zu Unfällen mit Todesopfern. Für Medien und Klimaforscher handelte es sich um eine Folge des Klimawandels. In Wirklichkeit sind Überschwemmungen und Sandstürme Folgen von Klimawandelbekämpfungsmaßnahmen. Der Sand stammte von brach liegenden Maisfeldern, der dort zu einem späteren Zeitpunkt angebaute Mais war für Biogasanlagen bestimmt.

Selbst der Schutz des Menschen spielt keine Rolle. Windräder werden nicht vom TÜV oder anderen Prüforganisationen untersucht; nur wenn sich eine Aufzugsanlage im Turm befindet, muss der TÜV den Aufzug prüfen. Eine generelle Prüfpflicht lehnen grüne Landschaftszerstörer ab, obwohl sich Berichte über brennende Windräder und herunterfallende Anlagenteile häufen. Es wird nicht einmal eine Statistik über Windradunfälle in Deutschland geführt. Müssen erst Menschen sterben? Anlagenbetreiber wischen die Bedenken beiseite: Andreas Düser etwa, Sprecher der Windkraftbetreiber im „Windpark Ruhne/Waltringen in der Nähe von Soest, kommt mit einem absoluten Totschlagsargument, warum es keiner TÜV-Pflicht bedarf: Die heimischen „Windbauern“ würden derartige Kontrollen an ihren Rädern – auch den alten – ohnehin durchführen. „Das“, so Andreas Düser, „liegt in unserem eigenen Interesse“. So haben die Betreiber von Atom- und Kohlekraftwerken auch argumentiert.

Wer haftet eigentlich, wenn ein Windrad auf eine Autobahn kippt und es zu einer Katastrophe kommt? Aussagen des Windbauern Düser lassen darauf schließen, dass es entweder keine oder nur eine sehr geringe Versicherungspflicht für die Anlagen gibt. Im Soester Anzeiger heißt es: „Die Haftpflichtversicherung decke die Schäden ab, die durch eine Windenergieanlage verursacht werden, und kostet für eine moderne Anlage mit 5 Millionen Euro Deckung gut 60 Euro im Jahr. Die Haftpflichtversicherung für einen Dackel ist mit 80 bis 90 Euro teurer, so Andreas Düser.“

Bisher sind bei Bränden und Abstürzen von Windradflügeln keine Großschäden bekannt geworden. Bei einem Massencrash auf der Autobahn müssen Düser und seine die Natur zerstörenden Kollegen mit weit höheren Schäden rechnen. Da werden einige grüne Investoren in den Privatkonkurs gehen.

Die Opfer werden davon aber nicht wieder lebendig werden.

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