Medien verschweigen Sportskandal mit SPD-Beteiligung

Stellen Sie, liebe Leser, sich doch einmal vor, es gäbe da den Verdacht eines millionenschweren Sportskandals. Sagen wir mal, es ginge um die Fußball-WM 2006, das „Sommermärchen“. Und darum, dass im Rahmen der WM-Vergabe 6,7 Millionen Euro aus Deutschland zum katarischen FIFA-Vize überwiesen wurden. Und es wäre doch wirklich eine Riesennachricht, wenn der damals für Sport zuständige Innenminister vor der Schweizerischen Bundesanwaltschaft aussagen müsste, die seit 2015 in diesen Dingen ermittelt. Nun: Genau dies alles ist vergangene Woche passiert. Otto Schily (SPD), seinerzeit Bundesinnenminister und Vertreter der Regierung Gerhard Schröder im Aufsichtsrat des Organisationskomitee für die Fußball-WM 2006 in Deutschland, wurde vergangene Woche von den Bundesanwälten als Zeuge vernommen. Lesen konnten Sie, liebe Leser, dies in keiner einzigen deutschen Zeitung, auf keiner einzigen deutschen Nachrichtenseite und keine einzige deutsche Nachrichtenagentur meldete auch nur ein Wort dazu.

Allein die Leser der Neuen Zürcher Zeitung (13.4.2019) erfuhren davon.

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Eine Antwort zu Medien verschweigen Sportskandal mit SPD-Beteiligung

  1. Offensichtlich war dies so windig und kaum nachprüfbar, dass kein ehrbarer, verantwortungsvoller Journalist eine solch obskure Nachricht bringen wollte.
    Objektive und rein sachbezogene Journalisten der „Funke Mediengruppe“ oder von Hubert Burda Media – beide Medienunternehmen haben sich zu einer „Haltungskampagne“ zusammengeschlossen, (https://web.de/magazine/politik/europawahl-deutsche-unternehmen-rufen-waehlen-steckt-daihnter-33642540), man habe schließlich eine „gesellschaftliche Verantwortung“ (https://www.horizont.net/marketing/nachrichten/haltungskampagne-made-in-germany-unternehmer-haben-durchaus-eine-gesellschaftliche-verantwortung-174014?crefresh=1).
    Auch Journalisten der Madsack Mediengruppe mit ihrem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ haben nichts gebracht, deren größte Kommanditistin ist die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft, das Medienbeteiligungsunternehmen der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD).
    Kurz und gut, das kann ja nur mit der obskuren Nachricht zu tun haben, anders kann ich mir nicht erklären, dass die Medienschaffenden besagter Redaktionskollektive nichts gebracht haben…

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