SPD: Wenn alle untreu werden…

In der Neuen Osnabrücker Zeitung (8.10.19) ist zu lesen: „Für den Chef des Meinungsforschungsinstituts Forsa steht die SPD vor dem Untergang. ,Die SPD ist in der Auflösung begriffen. Ein neuer Vorsitzender wird das nicht ändern‘, sagte der Forsa-Chef im Gespräch mit der ,Neuen Osnabrücker Zeitung‘. Die Partei habe seit 1998 rund 13 Millionen Wähler verloren, bei der Ursachenforschung komme sie aber nicht voran. ,Sie sollte darüber nachdenken, wie es so weit kommen konnte. Das tut sie gerade nicht, wenn sie immer weiter nach links schwenkt. Die SPD hat die Mitte verloren‘, betonte er.“

Güllner ist seit Jahrzehnten der treueste Meinungsforscher für den rot-grünen Bereich. Bei ihm schneidet das linke Lager stets besser ab als bei anderen. Wenn selbst so einer von der roten Fahne geht, muss es ganz, ganz schlimm sein.

Und das ist auch gut so. Nur ein kleines Beispiel soll reichen, die Folgen von SPD-„Sozialpolitik“ (verantwortlich war damals Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, SPD) zu schildern: Betriebsrentner werden mit einem 2004 klammheimlich im Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag abgeänderten und rückwirkend geltenden Gesetz mit doppeltem Beitrag für Kranken- und Pflegeversicherung belastet. Bis dahin war maximal der halbe Beitrag zu zahlen, bei Einmalauszahlung der Rentensumme gar kein Beitrag. Das macht bei einer Rente von z.B. 100.000 Euro bis zu 20.000 Euro Verlust. Das Geld haben die Rentner von ihrem seinerzeitigen Nettolohn eingezahlt, das heißt: Sozialbeiträge sind längst entrichtet worden. Eine zweistellige Millionenzahl von Rentnern ist betroffen; vor Rentenbeginn informiert wurden und werden sie im Regelfall nicht.

Privatversicherte Arbeitnehmer (sogenannte Besserverdienende), die eine Betriebsrente erhalten, bleiben übrigens von Zusatzbeiträgen verschont. Sie zahlen keinen Cent Beitrag von ihrer Betriebsrente. Das ist soziale Gerechtigkeit à la SPD.

Und deshalb werden Millionen von Betriebsrentnern nie wieder SPD wählen. Und deshalb hat es die SPD verdient, außerparlamentarisch zu werden.

P.s: Übrigens hatte es die staatsnahe Nachrichtenagentur adn dpa bis 13.30 Uhr nicht nötig, diese bereits nachts um 1.03 Uhr verbreitete Information der Neuen Osnabrücker Zeitung aufzunehmen.

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2 Antworten zu SPD: Wenn alle untreu werden…

  1. Bauer Anton schreibt:

    Nicht daß ich der SPD eine Träne nachweisen würde. Aber es ärgert mich kollosal , das das verdammte Merkel wieder Erfolg hatte.
    Nach der FDP ist es ihr gelungen auch die SPD in den Orkus zu schicken. Nun sind wohl die GRÜNEN an der Reihe . Und das Merkel wird nicht eher abtreten als bis die GRÜNEN auch abserviert sind. Allerdings dürfte es ihr dann schwer fallen sich noch n der AfD zu versuchen. 😉😆😆😆

  2. Bekanntlich sagte Elfriede Handrick vom Vorstand der SPD-Wustermark im brandenburgischen Landtagswahlkampf vor laufender ZDF-Kamera, sie „finde es nicht richtig, dass man immer die Sorgen und Nöte der Bevölkerung ernst nehmen muss“. Eine SPD, welche eine derartige dreiste und abgehobene Aussage einer Provinzfunktionärin nicht mit einem Parteiausschlußverfahren beantwortet, ist bereits tot, sie weiß es nur noch nicht.

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