Lusitania im Visier

Nein, mögen muss man Donald Trump nicht. Aber vielleicht ein paar Fakten über ihn und sein Land zur Kenntnis nehmen und einfach wirken lassen. Trump hat die letzte Präsidentschaftswahl gewonnen; seitdem begleitet ihn täglich der Hass der deutschen Medien und Politiker. In den USA sorgte Trump für ordentliche wirtschaftliche Verhältnisse, er senkte die Steuern kräftig, was deutschen Politikern nie einfallen würde. Die Hightech-Konzerne dieser Welt sitzen überwiegend in den USA, deren Wirtschaft weit innovativer ist als etwa die deutsche. Die Interessen seines Landes boxt Trump knallhart durch; China hätte in den USA keine Chancen, Zukunftstechnologien anzuzapfen (wie in Deutschland bei Kuka Augsburg geschehen). Die militärische Macht der Vereinigten Staaten hat kürzlich ein iranischer General zu spüren bekommen; es war das letzte, was er in seinem Leben spürte. Und die USA sind seit Jahrzehnten unser militärischer Schutzschild. Mit ihnen verbindet uns weit mehr als mit Afrika oder China. Mit den USA besteht eine Wertegemeinschaft.

Dass Trump nun beim Weltwirtschaftstreffen im schweizerischen Davos seine Erfolge über den Klee lobt, entspricht seiner Natur und seinem Konzept, nirgendwo die Innenpolitik zu vergessen. Es war eine Rede an Amerika, niemand anderen.

Deutsche Medien haben wieder nichts begriffen, wie schon die Überschriften zeigen. „Eigenlob reiht sich an Eigenlob (Süddeutsche) war da noch harmlos. „Trumps perverser Optimismus“ dichtete „Der Spiegel“, die „Welt“ mochte nicht nachstehen und titelte: „Trumps Affront gegen alle“. Die Tagesschau bescheinigte Trump eine „Lobrede auf sich selbst“. Ein Blick in ausländische Medien zeigt ein differenzierteres Bild: „Weder Greta noch Trump liegen völlig falsch – aber die Realität ist komplizierter“, bilanzierte die „Neue Zürcher Zeitung“.

Völlig aus der Rolle fiel einer, von dem nicht ausgeschlossen werden kann, dass er 2021 Nachfolger von Angela Merkel im Kanzleramt wird (die in Davos sicher auch deutsche Energiewende und den Kohleausstieg preisen wird): Robert Habeck, der Vorsitzende der grünen Partei, erklärte über Trump: „Er ist der Gegner. Er steht für all die Probleme, die wir haben.“ Trumps Rede sei „im Grunde ein völliges Desaster“.

Damit zeigt Habeck, welch enges Band ihn mit dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier verbindet, der Trump einen „Hassprediger“ nannte und zunächst nicht zum Wahlsieg gratulieren wollte. Enge Bande bestehen auch zur CDU, deren Kanzlerin Angela Merkel in einem amerikanischen Hörsaal meinte, den Amerikanern Wahlempfehlungen geben zu müssen und damit ähnliche Wirkung entfaltete wie der deutsche U-Boot-Torpedo gegen die Lusitania 1915.

Trump ist nicht Amerika, aber er ist der Präsident der US-Amerikaner. Und denen dürfte es in der großen Mehrzahl nicht gefallen, wenn deutsche Maulhelden, die nicht einmal ein nennenswertes Wirtschaftswachstum vorweisen können, ihren ersten Mann im Staate wie den letzten Dreck behandeln.

Noch schlimmer ist, dass sich die deutschen Maulhelden auch anderen Ländern und Regierungen überlegen fühlen. Aus zwei Kriegen haben sie nichts gelernt, auch wenn sie ständig „Nie wieder“ rufen. Wieder wollen sie Europa bevormunden, diesmal die Idee vom atom- und kohlefreien sowie nachhaltigen „Grünen Reich“ der gesamten alten Welt überstülpen. Sie liegen schon mit fast allen Nachbarn über Kreuz: Russlands Wladimir Putin wird mit Verachtung gestraft, Polen und Ungarn werden via EU erpresst, und die Briten werden kollektiv wegen des Brexits als dümmlich verspottet, ihr Premier Boris Johnson als „Insel-Trump“ verunglimpft.

Nur mit Frankreich und seinem Präsidenten Macron fühlt man sich verbunden. Es ist eine einseitige Beziehung. Wenn die letzten Tage der Euro-Währung anbrechen werden, wird Macron oder sein Nachfolger den Deutschen schnell klarmachen, dass Politik die Wahrnehmung von Interessen für das eigene Land bedeutet (nichts anderes macht Trump) und daß für deutsche Sonderwege in Europa kein Platz ist.

Mit einem wie Habeck als Kanzler wird es Krieg geben in Europa.

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3 Antworten zu Lusitania im Visier

  1. hypermental schreibt:

    Deutsche Politiker benehmen sich anderen Ländern gegenüber wie deutsche Touristen: Meckern, besser wissen, belehren, sich aufspielen, anklagen, vorführen…
    Wenn Habeck Kanzler wird, werde ich irgendwo anders Asylant.

  2. ueberdosis schreibt:

    „Es war die schlechteste Rede, die ich in meinem Leben gehört habe“, kommentierte Habeck.“ Da hat er aber viel verpasst, speziell aus seinen eigenen Reihen! Dazu muss er nicht einmal Deutschland verlassen, nicht mal Berlin. Der deutsche Größenwahn ist eben nicht auszurotten, nach einem beseitigten Trümmerhaufen wird der nächste vorbereitet.Die Perspektive für D ist wohl nur ein neuer Faschismus: der grüne oder der islamistische. „Nie wieder“? Nein, „Immer wieder“ ist die Parole!

  3. Einserbande schreibt:

    Eigenlob?? Wenn linke Politiker von Obama bis Steinmeier im Ausland über ihr eigenes Land lästern und anschließend mit dem Geld ihres verleugneten Volkes herumprassen, ist das etwa keine Selbsterhöhung? Und wie! Nur ist es in diesem Fall eine auf Kosten und zum Nachteil der Menschen zu Hause. Die Vorstellung, für ihre Nationen das Beste heraus zu holen, ist ihnen widerwärtig.

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