Warum ziehen Regenwolken nicht mehr weiter?

Das Relotius-Blatt „Der Spiegel“ wunderte sich angesichts des Starkregens und der Überschwemmungen in Teilen von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, „dass sich dieses Tiefdruckgebiet kaum vom Fleck bewegt“ – ein inzwischen häufiger zu beobachtendes Phänomen. Für Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) ist der Fall klar:: „Der Klimawandel ist in Deutschland angekommen. Die Ereignisse zeigen, mit welcher Wucht die Folgen des Klimawandels uns alle treffen können.“

Für uns ist der Fall gar nicht so klar. Schauen wir einmal auf die im Lande allenthalben errichteten Windkraftanlagen. Auch die Eifel-Höhengebiete in Rheinland-Pfalz und Höhenlagen in Nordrhein-Westfalen sind voll davon. Und langjährigen Beobachtern der Energiewende ist nicht entgangen, dass Windkraft Auswirkungen auf das Wetter hat. Zunächst wurde dies in den Bilanzen der Anlagenbetreiber deutlich: Je mehr Anlagen gebaut wurden, desto geringer der Ertrag pro Anlage im Vergleich zu den Prognosen. Studien aus den USA haben ergeben, dass die Dinger selbst auf große Entfernungen sich gegenseitig den Wind wegnehmen. Und der Wind fehlt natürlich auch, um Regenwolken weiter voranzutreiben. Kurzum: Die Regenwolken bleiben hängen, es fällt mehr Regen in einem Ort oder Landkreis als bei stärkerem Wind.

Klimaforscher labern hingegen irgendwas vom wärmeren Nordpolgebiet, das hier dazu führe, dass es mehr regne oder trockener sei, kälter oder wärmer werde – die Antworten werden je nach Bedarf gegeben.. Die Antwort auf die lokalen Unwetter dürfte aber vielmehr in der Nähe zu finden sein. Immer mehr Windräder nehmen immer mehr Energie aus dem Wind. Dass die Regengebiete nicht mehr so schnell weiterkommen, wurde am Donnerstag (16. Juli 2021) an zwei kleinen Wettermeldungen deutlich. Der für Berlin für mittags vorhergesagte starke Regen kam dann am späten Nachmittags, weil die Wolken langsamer sind als in den Wettermodellen der Meteorologen vor Jahren eingegeben wurde. Und in Bremen kam der vorhergesagte Regen gar nicht erst an, sondern die Wollen blieben bereits in Delmenhorst stecken. Das Umland von Berlin und Bremen ist voll von Windkraftanlagen.

Die Apologeten des Grünen Reiches fordern jetzt als Antwort auf die Wettereignisse den Bau von noch mehr Windrädern. Übrigens müssen für jedes Windrad zwischen 3.000 und 5.000 Tonnen Beton zur Stabilisierung des Mastes in den Boden gepumpt werden, was zu einer Versiegelung des Bodens mit der möglichen Folge von Überschwemmungen führt. Wird nur von den Grünen gerne vergessen. Was Annalena nicht sehen kann, gibt’s ja schließlich auch nicht. Man fühlt sich inzwischen wie im finstersten Mittelalter, wo geglaubt wurde, mit dem Bau neuer Kirchen die Pest bekämpfen zu können, wobei mehr Hygiene und Schädlingsbekämpfung ausgereicht hätten.

Von Klimaforschern wird ja gerne auch der große Sandsturm auf der Autobahn 19 südlich von Rostock, durch den vor zehn Jahren über zehn Menschen ums Leben kamen, als Folge des Klimawandels dargestellt. In Wirklichkeit handelt es sich um eine Folge von Klimawandelbekämpfungsmaßnahmen: Die Felder entlang der Autobahn lagen brach, weil auf ihnen Mais für Biogasanlagen angebaut werden sollte. So konnte der Wind den Sand aufnehmen, der dann den Autofahrern auf der A 19 die Sicht nahm – mit tödlichen Folgen.

Es wundert auch die hohe Zahl von Todesopfern in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Unser Mitgefühl gilt den Opfern und den Angehörigen.

Aber es muss die Frage gestellt werden, ob der Katastrophenschutz in beiden Ländern gut genug aufgestellt ist und ob die betroffenen Orte hätten schneller ervakuiert werden müssen. Schon beim Elbe-Hochwasser 2002 war zu beobachten gewesen, dass die zivilen Behörden mit der Lage hoffnungslos überfordert waren und erst der Einsatz der Bundeswehr mit ihren bewährten Einsatzstäben zu koordinierten Maßnahmen führte.

Es wäre ja nicht das erste Mal, dass die Politik-Darsteller den Überblick verloren hätten.

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